Der Staat und die Nation: Definitionen und Staatsformen
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Der Begriff des Staates
Der Staat ist eine Organisation zur Machtausübung über eine Gruppe von Personen in einem bestimmten Gebiet.
Herkunft: Er entstand in der heutigen Zeit, als die Könige begannen, die Macht zu zentralisieren. Dies geschah durch ein stehendes Heer, Bürokratie und Diplomatie.
Klassen:
- Uninational: Wenn ein Staat mit einer Nation zusammenfällt.
- Plurinational: Wenn ein Staat mit mehreren Nationen übereinstimmt.
Elemente eines Staates:
- Gruppe von Menschen: Diejenigen, welche die Macht innehaben.
- Territorium: Der Bereich, in dem Macht ausgeübt wird (Boden, Untergrund, Luftraum, jurisdiktionell).
- Macht: Ein Staat entsteht, wenn eine ausreichende Zahl von Ländern ihn als solchen anerkennt.
Das Konzept der Nation
Definition: Personen mit einer eigenen Identität, gekennzeichnet durch Geschichte, Sprache und Territorium, in einigen Fällen sogar durch die gleichen ethnischen Wurzeln.
Herkunft: Das derzeitige Konzept der Nation ging aus der Französischen Revolution hervor.
Klassen der Nationen:
- Unistaatlich: Wenn eine Nation mit einem Nationalstaat zusammenfällt.
- Multinational: Wenn eine Nation mit mehreren Nationalstaaten zusammenfällt.
Unterschied zwischen den Begriffen
- Staat: Stammt von „Sein“ (lat. status) = Situation.
- Nation: Kommt von dem Verb „geboren“.
- Land: Kommt aus dem Lateinischen „Pagus“ = Dorf.
- Heimat: Kommt von „Pater“ = Vater.
Nationalismus
Definition: Wenn ein Volk zu einem Staat werden will.
Herkunft: Entstand im späten 19. Jahrhundert.
Schlüssel-Nationalismen:
- Vereinigung (sehr selten): Deutsche und italienische Unifikation.
- Separatistisch (sehr häufig): Nach dem Fall des Österreichisch-Ungarischen Reiches (Österreich, Ungarn, Polen, Jugoslawien). Ab 1989 trennten sich alle Länder der UdSSR: Estland, Lettland, Litauen sowie die Slowakei.
- Jugoslawien: Serbisch, Bosnisch, Slowenisch.
- Aktueller Nationalismus: Baskenland, Galicien, Katalonien (Spanien), Nordirland, Wales (Vereinigtes Königreich), Korsika (Frankreich).
Argumente zur Verteidigung: Vor allem Sprache und Geschichte, manchmal auch Rasse und Religion.
Wichtigste Modelle der territorialen Organisation
Typologie:
- Zentrale Einheitsstaaten: Staaten, in denen ein Machtzentrum existiert. Manchmal werden Aufgaben an Vertreter von Gebietsteilen übertragen, aber diese folgen den Leitlinien der zentralen Macht. Es gibt kaum Autonomie (z. B. Frankreich mit seinen Departements, mit Ausnahme der Autonomie Korsikas).
- Föderale Staaten: Werden von verschiedenen Staaten gebildet und verfügen über ein großes Maß an Autonomie. Dem Gesamtstaat sind in der Regel bestimmte Befugnisse vorbehalten (Verteidigung, Währung, internationale Beziehungen, Außenhandel). Beispiel USA: Jeder Staat hat seine eigene Verwaltung, seine Verfassung und seinen Senat; die Exekutive ist der Gouverneur.
- Dezentrale Staaten: Eine Zwischenform zwischen Einheitsstaaten und Bundesstaaten. Sie sind im Allgemeinen stärker dezentralisiert, die politische Autonomie ist jedoch oft gering. Beispiel Dänemark: Geteilt und mit einer gewissen Autonomie.
Derzeitige politische Regime
- Demokratisch: Die Macht liegt beim Volk. Der Ursprung liegt im antiken Griechenland, aber das aktuelle System basiert auf den Ideen der Aufklärung und dem englischen parlamentarischen System.
- Autoritär/Diktatorisch: Die Menschen haben keine Möglichkeit, ihre Vertreter frei zu wählen. Die Macht wird in der Regel durch Gewalt aufgezwungen und aufrechterhalten.
Regierungsformen
- Monarchie: Das Staatsoberhaupt ist ein König (erblich und auf Lebenszeit).
- Republik: Das Staatsoberhaupt wird vom Volk gewählt.