Staatliche Eingriffe, Fiskal- und Geldpolitik erklärt

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Staatliche Eingriffe und Fiskalpolitik

  • Keynesianismus: Befürwortet staatliche Interventionen durch Geld- und Finanzpolitik zur Stabilisierung der Wirtschaft, da die freie Marktwirtschaft nicht immer die volle Auslastung der Ressourcen garantiert.
  • Monetarismus: Vertraut auf das freie Spiel der Marktkräfte und fordert eine Minimierung staatlicher Eingriffe.

Steuerpolitik

Regierungsentscheidungen über Ausgaben und Steuern (Einkommensteuer, Mehrwertsteuer etc.):

  • Expansive Fiskalpolitik: Erhöhung der Ausgaben oder Senkung der Steuern zur Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage.
  • Restriktive Fiskalpolitik: Erhöhung der Steuern und Senkung der Ausgaben zur Reduzierung der Nachfrage.

Öffentlicher Haushalt und Wirtschaft

  • Klassische Sicht: Begrenzung der öffentlichen Ausgaben.
  • Keynesianische Sicht: Steigerung der öffentlichen Ausgaben und Senkung der Steuern zur Stabilisierung der Wirtschaft (z. B. durch öffentliche Bauprojekte, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Transferzahlungen).
  • Kontra: Umsetzung kann aufgrund bürokratischer Prozesse viele Jahre dauern.
  • Automatische Stabilisatoren: Mechanismen wie Renten oder Arbeitslosengeld, die konjunkturelle Schwankungen ohne diskretionäre Maßnahmen abfedern.

Staatshaushalt: Struktur und Komponenten

Der Haushalt wird von der Exekutive erstellt und durch die Legislative verabschiedet. Er umfasst alle Einnahmen und Ausgaben des Staates.

Komponenten

  • Ausgaben: Personalkosten (Beamtengehälter), Kapitalinvestitionen (Straßenbau, Krankenhäuser), Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, Renten).
  • Einnahmen: Steuern (Einkommensteuer etc.) und nicht-steuerliche Einnahmen (z. B. Lotterieeinnahmen).
  • Klassifizierung: Unterscheidung in ordentliche und außerordentliche Einnahmen (z. B. durch öffentliche Anleihen).

Geld und Finanzsystem

Entwicklung des Geldes

  • Warengeld: Gold und Silber (haltbar, teilbar, homogen, begrenztes Angebot).
  • Papiergeld: Ursprünglich durch Gold gedeckt.
  • Modernes Finanzsystem: Bargeld, Scheck- und Kreditkarten sowie Bankeinlagen.

Geldpolitik

  • Restriktive Geldpolitik (bei Hochkonjunktur): Erhöhung der Zinssätze zur Senkung der Nachfrage (Konsum, Investitionen).
  • Expansive Geldpolitik (bei Rezession): Senkung der Zinssätze zur Förderung von Konsum, Investitionen und Beschäftigung.

Geldpolitik und Inflation

  • Klassische Theorie: Inflation entsteht, wenn die Geldmenge schneller wächst als die Produktion.
  • Keynesianische Theorie: Eine Erhöhung der Geldmenge führt nicht zwingend zur Inflation, wenn gleichzeitig die Produktion von Gütern und Dienstleistungen steigt.

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