Stadtentwicklung und Stadtplanung von Pamplona
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Kommentar zur Stadtentwicklung von Pamplona
Pamplona weist eine komplexe Stadtplanung auf, die sich in verschiedenen Stadien der Stadtentwicklung widerspiegelt: die Altstadt, die Stadterweiterung und die Peripherie.
Die Altstadt
Die Altstadt hat römische Ursprünge und geht auf das Lager des Pompeius zurück, das auf einer alten vaskonischen Siedlung errichtet wurde. Erhalten geblieben sind Teile der Stadtmauern, die nach der Gründung von Navarra und Kastilien zu Verteidigungs- und sanitären Zwecken umgebaut wurden.
- Grundriss: Der Plan der Altstadt ist unregelmäßig und um den Castillo (Schlossplatz) organisiert.
- Bebauung: Die Stadt ist kompakt, da sie dazu neigte, die Dichte zu maximieren. Historische Gebäude sind selten, während Häuser aus dem 19. Jahrhundert meist 4 bis 5 Etagen aufweisen.
- Nutzung: Traditionell war die Nutzung durch Wohnen, Handwerk und Handel geprägt. Heute ist der Schlossplatz ein Einkaufs- und Geschäftsviertel mit Verwaltungsgebäuden und Dienstleistungen.
- Probleme: Finanzielle Schwierigkeiten führen zur Verschlechterung der Bausubstanz und zur demografischen Alterung. Die Lösung liegt in der morphologischen und funktionellen Rehabilitation.
Die Stadterweiterung
Die Stadterweiterung kam in Pamplona erst spät in Gang. Während des Großteils des Jahrhunderts wurde das Wachstum durch die Zitadelle behindert, während die regionale Wirtschaft noch auf der Landwirtschaft basierte.
A) Die bürgerliche Stadterweiterung
Südlich der Altstadt entstand eine orthogonale Erweiterung, die in der ersten Phase eine niedrige Dichte aufwies. In den 60er und 70er Jahren führten Sanierungs- und Ersatzprozesse zu einer Erhöhung der Gebäudehöhe und der Bebauungsdichte. Seit den 50er Jahren zogen tertiäre Dienstleistungen, Handel und Finanzwesen aus der Altstadt in diesen Bereich.
B) Erste Industrie- und Arbeiterviertel
Diese entstanden rund um den Bahnhof. Sie zeichnen sich durch eine geschlossene Bebauung, geringe Bauqualität sowie Mängel bei der Ausstattung und den Dienstleistungen aus, was städtebauliche Maßnahmen erforderlich macht.
C) Wohnviertel mit Gartenstadtcharakter
Hierbei handelt es sich um offene Bebauungen mit Gärten, die primär eine Wohnfunktion erfüllen und an die bürgerliche Erweiterung angrenzen.
Die Peripherie
Das städtische Wachstum der Peripherie erfolgte hauptsächlich nach der Industrialisierung in den 60er Jahren. Pamplona entwickelte sich zu einem großen industriellen Zentrum (Metallurgie, Chemie etc.) mit administrativen, universitären und medizinischen Funktionen.
- Wohngebiete: Diese variieren stark in Morphologie und Qualität, abhängig vom Bodenwert. Während sich Mittelschichten in einer dritten Erweiterung ansiedelten, belegte die Arbeiterklasse Gebiete am rechten Ufer des Arga.
- Industriegebiete: Diese befinden sich vorwiegend im Norden, mit einigen Anlagen im Süden am Ufer des Flusses Sadar.
- Ausstattungszonen: Diese entstanden ab den 60er Jahren auf der Suche nach günstigem und weitläufigem Raum für Einrichtungen wie das Planetarium, Sportstätten oder den Flughafen.