Standardfehler-Ellipse: Berechnung und Wahrscheinlichkeit
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Standardfehler-Ellipse im Ursprung
Die Standardfehler-Ellipse wird angewendet, wenn die zufälligen Fehler in der Lagegenauigkeit konzentriert sind. Es gibt zwei wesentliche Methoden zur Bestimmung:
1. Berechnung über den Drehwinkel θ
Hierbei wird die Kovarianzmatrix geprüft und passende Terme verwendet:
- 1) σx'2 = σx2 · cos2(θ) + 2 · σxy · sin(θ) · cos(θ) + σy2 · sin2(θ)
- 2) σy'2 = σx2 · sin2(θ) - 2 · σxy · sin(θ) · cos(θ) + σy2 · cos2(θ)
- 3) σx'y' = (σy2 - σx2) · sin(θ) · cos(θ) + σxy · (cos2(θ) - sin2(θ))
Zur Beseitigung von θ gilt: tan(2θ) = (2 · σxy) / (σx2 - σy2).
2. Diagonalisierung der Kovarianzmatrix
Verwendung der Diagonalmatrix der Kovarianzparameter (σxx). Wenn A eine quadratische Matrix (n×n) ist, müssen die Eigenwerte (λ) gefunden werden, welche die Bedingung (A - λI)x = 0 bzw. die charakteristische Gleichung |A - λI| = 0 erfüllen.
Diese Eigenwerte λ1, λ2, ... λn bestimmen die Form und die Achsen der Ellipse. Der Winkel θ wird mit der zuvor genannten Gleichung berechnet.
Wahrscheinlichkeit der Fehlerellipse
Zufällige Fehler in x und y, die unkorreliert sind, werden durch eine Rotation um den Winkel θ in korrelierte Fehler transformiert. Angenommen ρ = 0, dann beschreibt die Gleichung [(x / σx)2 + (y / σy)2 = c2] die Ellipse.
Da x und y unabhängige, normalverteilte Zufallsvariablen sind, folgt die Variable [u = (x' / σx')2 + (y' / σy')2] einer Chi-Quadrat-Verteilung mit 2 Freiheitsgraden. Die Dichtefunktion lautet f(u) = (e-u/2) / 2.
Die Wahrscheinlichkeit P, dass die Position innerhalb der Ellipse liegt, berechnet sich aus:
P = 1 - e-c2/2
Daraus ergeben sich die Halbachsen: a = c · σx' und b = c · σy', wobei c = √(-2 · ln(1 - P)).
Familie der Standardfehler-Ellipsen
Die allgemeine Gleichung, die alle zentrierten Fehlerellipsen um den Ursprung repräsentiert, lautet:
[(x / σx)2 - 2ρ(x / σx) · (y / σy) + (y / σy)2 = (1 - ρ2) · c2]
Wenn c = 1 gesetzt wird, erhält man die Standardfehler-Ellipse. Die Größe und Ausrichtung der Ellipsen hängen von den Parametern σx, σy und ρ ab. In der Topographie wird dies genutzt, um Konfidenzintervalle zu bestimmen und die Genauigkeit von Messpunkten zu bewerten.