Stoffwechsel bei Pflanzen und Urinbildung bei Wirbeltieren
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Abfallprodukte der Pflanzen
Pflanzen scheiden verschiedene Stoffe aus:
- Gasförmige Stoffe: Kohlendioxid und Ethylen. Kohlendioxid wird über Spaltöffnungen und Lentizellen abgegeben, Ethylen entsteht in reifen Früchten.
- Flüssige Stoffe: Ätherische Öle werden nach außen abgegeben oder in speziellen Taschen (Taschen oleifera) gespeichert. Harze reichern sich in Harzkanälen an, und Latex wird in Milchröhren (Laticiferen) gespeichert.
- Feste Stoffe: Calciumoxalat akkumuliert in Form von Kristallen in den Vakuolen der Zellen.
Atmung bei Pflanzen
Pflanzen benötigen wie die meisten Lebewesen Sauerstoff für die Zellatmung, benötigen aber als photosynthetische Organismen auch Kohlendioxid, um organische Stoffe zu synthetisieren. Pflanzen benötigen keine speziellen Atmungsorgane wie Tiere, da ihr Sauerstoffbedarf geringer ist und lebende Pflanzengewebe relativ nah an der Oberfläche liegen. Zwischen den Zellen bilden sich zahlreiche Interzellularräume, durch die Gase frei diffundieren können. Unterstützt wird dieser Prozess durch kleine Organe: Spaltöffnungen an Blättern und grünen Stängeln sowie Lentizellen an holzigen Stämmen.
Verbindung zwischen Photosynthese und Zellatmung
Die Zellatmung ist ein lichtunabhängiger Prozess, weshalb Pflanzen rund um die Uhr Sauerstoff verbrauchen. Die Sauerstoffproduktion durch Photosynthese findet hingegen nur tagsüber statt. Während der Photosynthese wird Kohlendioxid aufgenommen und Sauerstoff in großen Mengen freigesetzt. Ein Teil des Sauerstoffs wird für die Zellatmung verbraucht, der Rest an die Umgebung abgegeben. Bei der Zellatmung verbrauchen Pflanzen Sauerstoff und setzen Kohlendioxid frei. Der wichtigste Aspekt dieser Beziehung ist, dass Pflanzen Kohlendioxid aufnehmen und den Kohlenstoff in Form von Geweben und Organen binden, anstatt ihn in die Atmosphäre abzugeben.
Urinbildung bei Wirbeltieren
Der Prozess der Urinbildung lässt sich in drei Stufen unterteilen:
- Glomeruläre Filtration: Findet in der Bowman-Kapsel statt. Serumkomponenten (Nährstoffe, Wasser, Salze) sowie Harnstoff und Harnsäure treten aus den Kapillaren in das Innere der Kapsel über.
- Rückresorption: Erfolgt in den Tubuli. Hier werden nützliche Substanzen aus dem glomerulären Ultrafiltrat zurückgewonnen und gelangen in die das Nephron umgebenden Kapillaren.
- Sekretion: Stoffe, die nicht durch die Ultrafiltration gelangt sind, werden aktiv transportiert. Dies betrifft meist Ionen, Medikamente oder toxische Substanzen.
Der Urin fließt aus dem Nierenbecken über die Harnleiter in die Blase, gelangt von dort in die Harnröhre und wird schließlich ausgeschieden.