Strategische Programmierung und Entscheidungsfindung
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Zweite Phase: Programmierung
Die Programmierung betrachtet die Realität, die verfügbaren Ressourcen und die Bedürfnisse, mit denen wir konfrontiert sind. Wir sind in der Lage, eine Diagnose der Situation zu erstellen und eine Bestandsaufnahme der sozialen Balance vorzunehmen. Auf dieser Basis schaffen wir Handlungsmöglichkeiten für prioritäre Themen. Dabei behalten wir stets im Hinterkopf, dass die Bedürfnisse die verfügbaren Ressourcen übersteigen können. Letztlich erfordert die Erstellung eines Zeitplans eine Unterscheidung zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen.
Methodik der Aktionsplanung
Um unsere Aktionen zu planen, stellen wir uns folgende Fragen:
- Was soll getan werden?
- Wozu dient es?
- Wie viel wird getan?
- Warum wird es getan?
- Wie erfolgt die administrative, finanzielle und technologische Umsetzung?
- Wo und wann wird es durchgeführt?
- Wie erfolgt die Finanzierung?
- Wer ist für die Programmierung verantwortlich?
Dies beinhaltet eine Reihe von Kernaktivitäten:
- Festlegung spezifischer Ziele.
- Formulierung der Politik zur Zielerreichung.
- Formulierung von Programmen.
- Design und Identifikation von Projekten.
Projekte enthalten spezifische Maßnahmen zur Erreichung der Ziele. Sie müssen die Dauer der Anwendung, die wirtschaftlichen Kosten und die objektive Verknüpfung mit dem jeweiligen Programm berücksichtigen. Eine erfolgreiche Planung erfordert Objektivität, Rationalität, realistische Ziele sowie eine hierarchische und kompatible Struktur.
Formulierung des Problems und Agenda-Setting
Aufgrund unterschiedlicher Interessen und begrenzter Ressourcen entstehen in der Gesellschaft viele Konflikte. Bei der Betrachtung der öffentlichen Ordnung gibt es drei verbreitete Ansichten:
- Bevölkerungsansatz: Die Bevölkerung äußert Probleme und Klagen, die durch Interessengruppen und politische Parteien an die Behörden herangetragen werden.
- Angebotsorientierter Ansatz: Der Staat definiert die Bedürfnisse der Menschen (Tyrannei des Angebots).
- Politischer Handlungsansatz: Öffentliche Ordnung entsteht nicht im Vakuum, sondern durch politisches Handeln und die Entwicklung bestehender Strukturen.
Kultur, Konsens über Werte und die Präferenzen der Akteure beeinflussen das Agenda-Setting. Die Agenda umfasst Themen, die öffentlich debattiert werden und staatliches Eingreifen erfordern. Man unterscheidet:
- Regierungsagenda: Definiert konkrete Lösungen für spezifische Bedürfnisse.
- Agenda des politischen Systems: Behandelt Probleme in sehr allgemeinen Begriffen.
Bei der Bildung der Agenda müssen der Grad der Unterstützung, die Auswirkungen auf die soziale Realität und die Machbarkeit der Lösungen berücksichtigt werden. Zudem spielen Fakten, Gruppenorganisation, Repräsentation, Entscheidungsstrukturen, Tradition und Führung eine entscheidende Rolle.
Entscheidungsfindung: Die Wahl zwischen Alternativen
Um Entscheidungen – ob im Alltag oder von öffentlicher Bedeutung – zu treffen, sollte man logischen Argumenten folgen. Eine rationale Entscheidungsfindung umfasst folgende Schritte:
- Identifikation des Problems.
- Eingrenzung der Grenzen.
- Gegenüberstellung der Lösungsalternativen.