Strategisches Marketing: Grundlagen und Konzepte

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Strategische Basisentscheidungen der Marktauswahl

  • Kanalisierung des Instrumenteneinsatzes: Verbesserung der Produkteigenschaften, Preissenkung und Intensivierung der Werbung.
  • Koordination aller Unternehmensbereiche: Analyse, Planung, strategische Marketingplanung, operative Marketingplanung, Implementierung und Kontrolle.

Abgrenzung des relevanten Marktes

  • Räumlich: Regional, national, etc.
  • Zeitlich: Winter, Sommer, etc.
  • Sachlich:
    • Anbieter- und produktbezogene Ansätze: Konzept der funktionalen Ähnlichkeit (der relevante Markt umfasst alle Produkte, die vom Verwender als subjektiv austauschbar angesehen werden).
    • Nachfragerbezogene Ansätze: Konzept der subjektiven Austauschbarkeit (der relevante Markt umfasst alle Produkte, die für den Verwender als subjektiv austauschbar angesehen werden).

Typologie der Märkte

  • Endverbrauchermärkte: Güter und Dienstleistungen für Einzelpersonen und Haushalte.
  • Industriegütermärkte: Industriegüter, die in den Produktionsprozess einfließen.
  • Handelsmärkte: Güter ohne weitere Produktionsschritte.
  • Märkte öffentlicher Institutionen: Schulen, Krankenhäuser etc.
  • Staatliche Nachfragemärkte: Militärgüter, Bauleistungen etc.
  • Internationale Märkte: Käufer in anderen Ländern.

Strategische Geschäftsfelder und Spezialisierung

Die Bildung strategischer Geschäftsfelder erfolgt über:

  • Zielgruppe: Kunden und Nutzer identifizieren.
  • Kundenbedürfnisse: Befriedigung dieser Bedürfnisse nutzen.
  • Technologie: Technische Verfahren und Methoden zur Bedürfnisbefriedigung.

Spezialisierung: Fokussierung auf bestimmte Geschäftsfelder. Arten: Nischenspezialisierung, Produktspezialisierung, Marktspezialisierung, selektive Spezialisierung.

Wachstumsmöglichkeiten

  • Marktdurchdringung: Wachstum durch erhöhten Verkauf gegenwärtiger Produkte an gegenwärtige Kunden mittels intensivierter Werbung.
  • Marktentwicklung: Wachstum durch Verkauf gegenwärtiger Produkte in neuen Märkten (neue Zielgruppen oder geografisch neue Märkte).
  • Produktentwicklung: Wachstum durch Verkauf neuer Produkte an den gegenwärtigen Zielmarkt.
  • Diversifikation: Wachstum durch Verkauf neuer Produkte an neue Zielgruppen.

Marktstimulierungsstrategien

  • Präferenz-Strategie: Kundenbindung durch Aufbau von Präferenzen (z. B. Markenartikelkonzept wie Apple).
  • Preis-Mengen-Strategie: Preis so niedrig wie möglich halten, Fokus auf den Preis als Kaufgrund (z. B. Massenfertigung).

Marktparzellierungsstrategien

  • Massenmarktstrategie: Kostenvorteil durch Massenproduktion, Abdeckung des gesamten Marktes, aber geringe Preisspielräume.
  • Segmentierungsstrategie: Bessere Befriedigung der Kundenbedürfnisse, aber komplexere Produktion.

Marktareal- und Konkurrenzstrategien

Marktarealstrategien: Lokal, regional, überregional, national, multinational, international, Weltmarktstrategie.

Typologisierung konkurrenzgerichteten Verhaltens:

  • Konfliktstrategie: Aggressives Verhalten gegenüber Wettbewerbern.
  • Kooperationsstrategie: Bevorzugt, um eine Alleinstellung im Markt einzunehmen.
  • Ausweichstrategie
  • Anpassungsstrategie: Defensives Verhalten.

Strategien im vertikalen Marketing

  • Kooperationsstrategie: Machterwerb.
  • Umgehungsstrategie: Machtumgehung.
  • Konfliktstrategie: Machtkampf.
  • Anpassungsstrategie: Machtduldung.

Prozess der Strategieimplementierung

Festlegung der Implementierungsziele, Strategie-Potenzial-Fit-Analyse, Durchsetzungsphase (Vermittlung, Schulung, Konsens), Umsetzungsphase (Potenzialanpassung, Maßnahmenprogramme) und strategisches Controlling.

Ziel der Implementierung: Erfolgreiche Umsetzung der Strategie, Aufbau von Wissen, Können, Dürfen und Wollen sowie Fit zwischen Strategie, Struktur, Systemen und Kultur.

Erfolgsfaktoren

  • Klare Vision, konkrete Zielvorgaben, Partizipation und Kommunikation, iterativer Ansatz, Einleitung eines Kulturwandels.

Misserfolgsfaktoren

  • Unscharfe Vision, fehlendes Problemverständnis, unzureichende Kommunikation, Teiloptimierungsversuche, fehlender Mut, zu kurzer Zeithorizont.

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