Struktur und Argumentationstypen im Text

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Argumentativer Text: Aufbau und Ziele

Das Hauptziel eines argumentativen Textes ist es, zu überreden, zu überzeugen und zu diskutieren.

Innere Struktur

  • These: Die Behauptung, die verteidigt werden soll.
  • Basis (Begründung): Der Grund, warum die These gültig ist.
  • Garantie: Die Rechtfertigung oder der Zusammenhang, der die Basis stützt.
  • Unterstützung: Zusätzliche Beweise, die die These unterstützen.

Ein argumentativer Text kann auch eine Dialektik (These, Antithese) beinhalten. Die Struktur umfasst typischerweise:

  1. Einleitung (Intro)
  2. Entwicklung (Argumente)
  3. Schlussfolgerung (Conclusión)

Sequenzielle Anordnung

  • Deduktiv: Einleitung (These) → Entwicklung (Argumente) → Schlussfolgerung (Unterstützung der These).
  • Induktiv: Entwicklung (Argumente) → Schlussfolgerung (These).

Rhetorische Mittel und Appelle

Emotionale Appelle (Affektive Mittel)

Diese zielen auf die Gefühle (Mood) der Zuhörer ab. Beispiele:

  • Argumente, die familiäre Gefühle ansprechen.
  • Vertrauen in den Sender (Emisor): Aufbau von Glaubwürdigkeit.
  • Slogan: Eine prägnante Phrase oder Aussage, die präsentiert wird (z. B. „Für die Liebe gibt es kein Alter“).
  • Ressource des Ruhms (Recurso de Fama): Verwendung von Zitaten berühmter Personen, um Wertschätzung zu erlangen.
  • Massenfetischismus (Fetichismo de Masas): Die Wahl dessen, was die Mehrheit für richtig hält, oft basierend auf Vorurteilen.
  • Ressource der Tradition: Nutzung von Sprüchen und Redewendungen, die Tradition repräsentieren.

Wissensargumente (Argumentos de Conocimiento General)

Diese basieren auf allgemeinen Erkenntnissen oder persönlichen Erfahrungen, die als universell anerkannt gelten (z. B. „Zwei Köpfe sind besser als einer“).

Häufige Irrtümer und Fehlschlüsse

Fehlschlüsse durch emotionale Beeinflussung

Diese versuchen, durch die Vernunft zu täuschen, indem sie Unwissenheit oder falsche Begründungen nutzen.

a) Appell an die Gefühle (Ad Hominem/Persönlicher Angriff

Disqualifizierung einer Person oder Idee basierend auf persönlichen Umständen (z. B. zu sagen, jemand könne die Ehe nicht verstehen, weil er/sie nicht verheiratet ist).

Autorität (Autoridad)

Zitieren einer Person, die keine wirkliche Autorität in der betreffenden Angelegenheit besitzt.

Appell an das Gefühl (Ad Misericordiam)

Versuch, durch Mitleid oder emotionale Bewegung etwas zu erreichen.

b) Sprachliche Fehler (Errores Lingüísticos Procedentes)

Falsche Verwendung von Wörtern

Verwendung von Wörtern oder Ausdrücken mit einer anderen Bedeutung innerhalb desselben Gedankengangs. Beispiel: „Der Tod ist das Ende (final)... So muss das Leben (propósito) mit dem Tod enden.“

Unklarheit

Verwirrung, die durch schlechte Ausarbeitung entsteht.

c) Falsche Begründung (Falsa Causalidad)

Falsche Ursache

Feststellung, dass ein Ereignis die Ursache für ein anderes ist, nur weil es unmittelbar davor stattfand. Beispiel: „Am Freitag wurde mein Hund krank, am Sonntag starb er, also starb er wegen des Freitags.“

Verallgemeinerung von Sonderfällen (Generalización Apresurada)

Anwendung einer Regel auf einen bestimmten Fall, der nichts damit zu tun hat, oder überstürzte Verallgemeinerung.

Komplexe Frage (Pregunta Compleja)

Eine Frage, die bereits eine bestimmte Antwort voraussetzt.

Appell an die Unwissenheit (Ad Ignorantiam)

Verteidigung einer Behauptung als wahr (oder falsch), weil niemand das Gegenteil bewiesen hat.

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