Strukturelle Diagnostik und Persönlichkeitsstörungen
Eingeordnet in Medizin & Gesundheit
Geschrieben am in
mit einer Größe von 3,89 KB
Psychotische Organisation
Borderline-schizoide Organisation, gekennzeichnet durch:
- Festsetzung in der Trennungs-Individuations-Phase.
- Spaltung der Objektbeziehungen in „gut“ und „schlecht“.
- Verarmung der zwischenmenschlichen Beziehungen.
Schizoide Persönlichkeit
- Ersetzen zwischenmenschlicher Beziehungen durch ein reiches Phantasieleben.
- Sozialer Rückzug.
- Mangelnde affektive Resonanz, die zu einem Gefühl der Leere führt.
Borderline-Persönlichkeit
- Impulsive zwischenmenschliche Interaktionen.
- Intrapsychisches Leben geprägt von instabilen Beziehungsmustern.
- Hohe Intensität affektiver Erregung bei mangelnder Kontrolle.
- Integration libidinöser und aggressiver Affekte ist oft gestört.
- Die Spaltung ist ein zentrales Merkmal der Borderline-Struktur.
Paranoide Persönlichkeit
- Erhöhte Aggression im Vergleich zur schizoiden Struktur.
- Dominanz von Projektion und projektiver Identifizierung.
- Abwehr durch Autoidealisierung gegenüber einer als verfolgend wahrgenommenen Außenwelt.
Weitere Persönlichkeitsstrukturen
- Hypochonder: Projektion verfolgender Objekte in den eigenen Körper.
- Schizotype: Schwerere Form der schizoiden Persönlichkeit.
- Zyklothym: Affektive Temperamentsschwankungen.
- Hypomanisch: Aktivierung einer affektiven Temperamentsveranlagung.
- Masochistisch-depressiv: Sadomasochistische Ich-Struktur mit Potenzial für Depression und Schuldgefühle.
Narzißmus und Antisoziale Störungen
Narzißmus
Integration eines pathologischen Größen-Selbst bei mangelnder Integration eines normalen Selbst. Schwächung der Ich-Funktionen und Neigung zu antisozialem Verhalten.
Bösartiger Narzißmus
- Überwiegend narzisstische Aggression, die mit Grausamkeit, Sadismus und Hass einhergeht.
- Antisoziales Verhalten und paranoide Tendenzen.
Antisoziale Persönlichkeit
- Schwere paranoide Tendenzen.
- Absolute Unfähigkeit zu nicht-ausbeuterischen Beziehungen.
- Fehlende Fähigkeit zu Schuldgefühlen oder ethischer Identifikation.
Strukturelle Diagnostik
Strukturelle Diagnostik I: Ich-Schwäche
- Ich-Schwäche: Klinisch manifest durch Panangst und Identitätsdiffusion.
- Exzision: Spaltung von Selbst und Umwelt.
- Projektive Identifizierung: Ein Mechanismus, bei dem der andere dazu gebracht wird, die projizierten Anteile zu verkörpern.
Strukturelle Diagnostik II: Abwehrmechanismen
- Negation: Vorhandensein emotional unabhängiger Bewusstseinsbereiche.
- Allmacht und Entwertung: Abgeleitet aus der Spaltung zwischen einem grandiosen Selbst und abgewerteten Objekten.
- Primitive Idealisierung: Übersteigerte Wahrnehmung der Güte anderer.
Strukturelle Diagnostik III: Über-Ich und Es
- Primitives Über-Ich: Sadistisch geprägt, führt zu Schuldgefühlen und Selbstschädigung.
- Es: Überflutung durch Impulse wie Aggressivität, Hypersexualität und Gier.
Identitätsdiffusion vs. Starke Identität
Identitätsdiffusion-Syndrom
- Widersprüchliche Charakterzüge und zeitliche Diskontinuität.
- Gefühl der Leere und Mangel an Authentizität.
- Moralischer und ethischer Relativismus.
Merkmale einer starken Identität
- Zeitliche Kontinuität und ein realistisches Körperbild.
- Gefühl der inneren Kraft und Fähigkeit zum Alleinsein.
- Klarheit in der sexuellen Identität und verinnerlichtes Gewissen.