Strukturen und Rollen im Gesundheitswesen

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Institution Gesundheit: Struktur und Organisation

Das Gesundheitswesen ist ein komplexes System mit einer spezifischen hierarchischen Struktur und allgemeinen Funktionsprinzipien. Das übergeordnete Ziel ist die Gesundheitsversorgung der Bürger. Um dies zu erreichen, arbeiten verschiedene Berufsgruppen zusammen, darunter medizinisches und nicht-medizinisches Personal. Gesundheitseinrichtungen können dabei öffentlich oder privat organisiert sein.

Klassifizierung von Krankenhäusern

  • Nach Anwendungsbereich: National, regional, provinziell, bezirklich oder kommunal.
  • Nach Aufgabenbereich:
    • Allgemeinkrankenhäuser: Decken alle medizinischen Fachbereiche ab.
    • Spezialkliniken: Fokussiert auf spezifische Bereiche wie Entbindungskliniken, Kinderzentren oder Onkologie.

Neben der kurativen Pflege gewinnt die Prävention (z. B. Immunisierung und Gesundheitsförderung wie Tabakprävention) zunehmend an Bedeutung. Die Wahrnehmung der Versorgung durch den Patienten hängt von drei Faktoren ab:

  1. Umwelt und Raum: Sauberkeit, Helligkeit, Belüftung und Modernität.
  2. Organisation: Effizienz der Abläufe und Vermeidung von Überlastung.
  3. Behandlungsteam: Die Qualität der menschlichen Interaktion.

Das multidisziplinäre Behandlungsteam

Ein Team ist eine organisierte Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel. In einer Gesundheitseinrichtung handelt es sich um ein multidisziplinäres Team, in dem sich Fachleute aus verschiedenen Bereichen ergänzen. Jedes Mitglied hat eine anerkannte Rolle, die über die Summe der Einzelbeiträge hinausgeht.

Bestimmende Elemente für die Teamarbeit

  • Persönliche Qualifikation und Eigenverantwortung.
  • Akzeptanz von Normen und Zielen.
  • Identifikation der Mitglieder mit der Aufgabe.
  • Koordinationsstil der Führungskraft.
  • Interne Kommunikationsnetze (offen, mündlich/schriftlich).
  • Art und Schwierigkeitsgrad der Aufgabe.
  • Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, Entlohnung, Arbeitsumfeld).

Arbeitsgruppen durchlaufen verschiedene Phasen. Erfolgreiche Beziehungen basieren auf gegenseitigem Respekt, Objektivität, Konsensfähigkeit und Vertrauen.

Die Rolle des Gesundheitspersonals

Die Rolle eines Akteurs in einer sozialen Gruppe definiert sich durch sein Handeln. Obwohl der Patient von einem Team betreut wird, basiert die Beziehung auf der Interaktion zwischen zwei Menschen, da Vertrauen individuell aufgebaut wird.

Eigenschaften des Gesundheitspersonals

  1. Affektive Neutralität: Eine professionelle Distanz, die Objektivität ermöglicht, ohne die Sensibilität zu verlieren.
  2. Gleichbehandlung: Alle Patienten werden ohne Vorurteile behandelt.
  3. Fokus auf die Versorgung: Konzentration auf die Gesundheit ohne Wertung des Lebensstils.

Elemente der Beziehung zwischen Fachkraft und Patient

1. Art der Erkrankung

  • Dringende Fälle: Der Therapeut handelt aktiv, der Patient ist passiv.
  • Akute Erkrankung: Therapeut und Patient kooperieren.
  • Chronische Erkrankung: Der Patient übernimmt Verantwortung, der Profi unterstützt zur Selbsthilfe.

2. Machtverteilung

  • Paternalistisch: Die Fachkraft entscheidet; die traditionellste Form.
  • Klientelistisch: Der Patient agiert als Kunde, der spezifische Dienstleistungen „kauft“.
  • Egalitär: Eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der beide Parteien gemeinsam Entscheidungen treffen.

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