Syntaktische Koordinierung: Arten und Funktionen

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1. Koordinierung

Koordinierung bezieht sich auf die syntaktischen und semantischen Beziehungen zwischen unabhängigen Sätzen. Sätze, die als eigenständige Sätze fungieren könnten, werden vereint und nicht durch einen Punkt getrennt. Wir sprechen hierbei von Satzverbindungen. Die koordinierten Sätze befinden sich auf dem gleichen syntaktischen Niveau und sind voneinander unabhängig. Die Koordination kann auf zwei Arten erscheinen:

  • Mit Bindegliedern: Diese werden durch Konjunktionen und konjunktionale Ausdrücke (Fügewörter) verbunden.
  • Asyndetisch (ohne Bindeglied): Dies ist das Nebeneinander von Sätzen ohne Konjunktionen, welche die Beziehung zwischen ihnen verdeutlichen.

1.1. Kopulative Koordinierung

Die kopulative Koordinierung drückt eine Anreihung zwischen den Sätzen aus. Die Sätze werden durch kopulative Konjunktionen verknüpft:

  • Wenn die Sätze positiv sind, werden die Verknüpfungen "und" oder "sowie" verwendet.
  • Sollten die Sätze negativ sein, wird die Konjunktion "noch" (oder "weder... noch") genutzt.

Beim Zusammenfügen mehrerer Sätze erscheinen Konjunktionen in der Regel nur vor dem letzten Satz.

1.2. Adversative Koordinierung

Die adversative Koordinierung dient dazu, einen Gegensatz zwischen zwei Sätzen zu formulieren. Es gibt zwei Arten der Bedeutung:

  • Einschränkung oder Korrektur: Hierbei werden die Konjunktionen "aber", "jedoch", "doch" oder "zwar" verwendet.
  • Unvereinbarkeit: Der zweite Satz schließt den ersten (negativ formulierten) Satz aus. Die verwendete Konjunktion ist "sondern".

1.3. Distributive Koordinierung

Die distributive Beziehung drückt eine alternative kopulative Koordinierung aus. Diese Sätze binden sich oft durch Nebeneinanderstellung: Die semantische Beziehung wird durch eine Korrelation von Einheiten hergestellt, die zu verschiedenen Wortklassen gehören (z. B. "einerseits ... andererseits ..."). Wenn bei der distributiven Koordination Wörter wiederholt werden, kann die Beziehung ein Gefühl der Ausgrenzung vermitteln.

1.4. Disjunktive Koordinierung (Dilemma)

Die disjunktive Koordinierung zeigt eine Ausgrenzung zwischen den Sätzen auf. Sie drückt widersprüchliche Ideen und Alternativen aus. Die disjunktive Beziehung kann auch andere Bedeutungen annehmen:

  • Bedingung: In diesem Fall erscheint der erste Satz als obligatorisch (z. B. "entweder ... oder ...").
  • Kopulativer Wert oder Aufzählung: In diesen Fällen tendiert die Verbindung "oder" dazu, sich mit Adverbien wie "auch" zu verstärken.
  • Äquivalenzen: Manchmal verdeutlicht die Kombination einen Begriff oder stellt fest, dass beide Begriffe dieselbe Realität bezeichnen.

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