Systematik der Wirtschaftszweige und Kostenrechnung

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Systematik der Wirtschaftszweige

a) Im Hinblick auf die Wertschöpfung

  • Mehrwert-Aktivitäten: Aktivitäten, die das Interesse der Kunden durch die Leistung (Produkt oder Service) des Unternehmens steigern.
  • Keine Mehrwert-Aktivitäten: Aktivitäten, die der Kunde nicht wahrnimmt oder die nicht zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb beitragen.

b) Verhältnis zu den Kosten (kausale Beziehung)

  • Produktionsbezogene Aktivitäten: Aktivitäten, deren Kosten entscheidend von der Produktionsmenge (Anzahl der Einheiten) abhängen.
  • Organisation des Produktionsprozesses (Batch-Aktivitäten): Aktivitäten, deren Kosten durch die Anzahl der Fertigungsaufträge bestimmt werden (z. B. Maschineneinstellungen, Materialbewegung, Vorbereitung). Die Kosten variieren je nach Anzahl der Lose, sind jedoch unabhängig von der Anzahl der Einheiten pro Los.
  • Produktlinien-Unterstützung: Aktivitäten zur Aufrechterhaltung der Produktion, Vermarktung, Kundenbasis oder Marktanteile. Die Kosten sind einer Produktpalette oder spezifischen Produkten zuzuordnen, hängen jedoch nicht von der Anzahl der Einheiten oder Chargen ab (z. B. Produktdesign, F&E).
  • Infrastruktur-Aktivitäten: Pflege der Unternehmensinfrastruktur. Hier werden Overhead-Tätigkeiten gruppiert, deren Kosten als gemeinsame Kosten für verschiedene Waren anfallen. Diese Kosten werden üblicherweise nicht direkt den Produkten zugeordnet, sondern als Periodenergebnis verbucht oder auf primäre Aktivitäten umgelegt.

Die Stückkosten-Treiber (Cost Driver)

Die Kontrolle und Messung des Verbrauchs, den jedes Produkt bei den notwendigen Aktivitäten zur Produktion verursacht.

Sobald die Gesamtkosten der relevanten Tätigkeiten vorliegen, erfordert der Prozess die Identifizierung und Zuordnung der Kosten zu den einzelnen Produkten. Hierfür wird der Begriff "Cost Driver" (Kostentreiber) verwendet:

  • Jede Aktivität benötigt einen definierten Kostentreiber, um die Menge der in Anspruch genommenen Tätigkeit pro Produkt zu messen.
  • Die Einheit für jeden Kostentreiber kann variieren (z. B. Zeit, Gewicht, Entfernung, Fläche, Arbeitsstunden, Anzahl der Bestellungen).
  • Durch die Division der Gesamtkosten einer Aktivität durch die Anzahl der eingesetzten Kostentreiber lassen sich die Stückkosten pro Treiber ermitteln und die Kosten der einzelnen Maßnahmen auf die Produkte umlegen.

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