Taktik-Leitfaden: Das 3x3 Angriffssystem im Handball
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Angriffssystem 3x3: Taktik und Grundlagen
- Zwei offensive Linien im Angriffssystem 3x3 gelten als die universellste Formation.
- Beibehaltung der Handlungsprinzipien der vorhergehenden Phase: Unterstützung des Ballführers, Unterstützung aus der Tiefe sowie organisiertes, koordiniertes Freilaufen zwischen den Linien.
- Es findet noch keine Spezialisierung der Spieler auf feste Positionen statt.
Rollen der Angreifer
- Spieler ohne Ball (Nicht-Ballführer): Diese Rolle ist besonders wichtig.
- Vor der Ballannahme überlegen: Wohin führt der Angriff? Für Folgemaßnahmen sorgen und ggf. korrigierend eingreifen.
- Ballführer und Nicht-Ballführer:
- Bewegen und Spielen in den Lücken des Gegners (nicht dorthin laufen, wo die Verteidiger stehen).
- Ballführer (Carrier):
- Erste Priorität: Raumgewinn bis hin zum erfolgreichen Abschluss.
- Zweite Absicht: Zusammenspiel mit Mitspielern, die zur Unterstützung bereitstehen.
- Dritte Absicht: Falls die ersten Optionen nicht möglich sind, Wechsel zur nächsten Aktion.
Offensive Kooperation und taktische Mittel
- Koordiniertes Freilaufen:
- Zwischen den Verteidigungslinien.
- Innerhalb der Linien (insbesondere in der 2. Linie).
- Grundlegende taktische Mittel:
- Passgang (Give and Go) aus der vorherigen Phase.
- Aufeinanderfolgende Durchbrüche (sukzessive Penetration).
- Physische Unterstützung durch Sperren und Blöcke.
Organisationsrichtlinien und Trainingsaufbau
- Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr: Alle Spieler agieren auf allen Positionen.
- Beginn der Zusammenarbeit in der Abwehr: Aushelfen und Gegnerwechsel zwischen den Verteidigern.
- Systematisierung der Zusammenarbeit im Angriff (taktische Mittel): Unterstützung, Passgang und aufeinanderfolgende Spielzüge.
- Kriterien für den Gegenstoß festlegen: Diagonale Pässe, Blickkontakt für Außenspieler, Rückpässe nach innen.
Individuelle Arbeitsbereiche
- Schulung aller technischen Elemente im Allgemeinen.
- Beginn von Distanzwürfen (dank verbesserter körperlicher Leistungsfähigkeit) und Blockarbeit (wenn die Abwehr defensiv agiert, zonale Lage am Ende der Etappe).
- Verbesserung der Passfähigkeit (beidhändig links/rechts) und der Ballannahme (im Lauf, unter Gegnerdruck).
- Hohes Tempo fordern: Kein Prellen (Dribbling) unmittelbar nach der Ballannahme.
Methodik und Übungsgestaltung
- Bevorzugte Nutzung von Spielformen (Aufgaben haben Vorrang vor reinen Übungen): Aufgaben bieten mehr Entscheidungsfreiheit als rein technische Wiederholungen von Bewegungsabläufen.
- Raumanpassung vornehmen (nicht positionsspezifisch).
- Häufigere Nutzung traditioneller Übungen (insbesondere Frontalopposition).
- Gezielte Übungen zur Entscheidungsfindung.
- Einsatz von verketteten technischen Maßnahmen.
Spielformen und Wettbewerb
- Weiterhin vorbereitende Spiele nutzen.
- Spielformen wie 2x2, 3x3 und 4x4 mit spezifischen Zielsetzungen für Angreifer und Verteidiger einsetzen.
- Teilnahme am regelmäßigen Wettbewerbs- und Spielbetrieb.