Die Taufe Jesu im Jordan: Historischer Kontext und Beginn seines Wirkens

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Die Taufe Jesu im Jordan: Historischer Kontext und Gegebenheiten

Alle Evangelien zeigen die Bedeutung der Taufe für die Geschichte Jesu und helfen zu verstehen, warum Jesus diesen Weg wählte.

1. Religiöse Strömungen des Judentums zur Zeit Jesu

Das religiöse Leben der Israel wurde zur Zeit Jesu von zwei Hauptströmungen dominiert: den Pharisäern und Sadduzäern.

  • Die Pharisäer repräsentierten die mittlere und obere Mittelschicht und legten größten Wert auf die genaue Einhaltung des Gesetzes.
  • Die Sadduzäer waren die priesterliche, aristokratischere und konservativere Klasse, deren Machtzentrum der Tempel von Jerusalem war.

2. Die Taufe, die Johannes predigte

Es gab viele Prediger und „Baptisten“, die zur Umkehr einluden und eine Taufe der Reinigung verhießen.

Die Einzigartigkeit von Johannes lag in der Ausrichtung seiner Predigt und deren Bezug zum Erscheinen Jesu. Johannes zeigte einen neuen Weg auf: die Einladung an alle, besonders aber an diejenigen, die sich als Sünder erkannten, zur Umkehr und zur Erwartung des kommenden Gottes.

Jesus wählte eindeutig den Weg des Johannes.

3. Jesu messianische Wahl durch die Taufe

Jesus ließ sich von Johannes taufen. Die evangelische Überlieferung misst diesem Taufereignis eine besondere Bedeutung bei. Diese Geste ist der erste Beleg für seine Wahl und sein messianisches Selbstbewusstsein bezüglich der ihm von Gott anvertrauten Mission.

Einerseits wählte Jesus den Weg des Dieners. Andererseits rahmen die Evangelien das Ereignis als eine Theophanie (Gotteserscheinung):

  1. Jesus trifft seine Wahl in tiefer Verbundenheit mit dem Willen des Vaters.
  2. Der Täufer bestätigt und unterstützt ihn als den erwarteten Gesandten.

4. Die Versuchungen und der Beginn des Wirkens Jesu

Die eigentliche Vorbereitungsphase folgte der Wahl: Im Einklang mit dieser Entscheidung widerstand Jesus der Versuchung. Seine Wahl war eine andere.

5. Die zwei Perioden des Wirkens Jesu

Das Wirken Jesu lässt sich in zwei Hauptphasen unterteilen:

Galiläischer Zeitraum

Gekennzeichnet durch die Verkündigung des Anbruchs des Reiches Gottes. Diese Ankündigung zog viele Menschen zum Nazarener, was zum Höhepunkt einer kleineren Gruppe führte, die seine Mission teilte.

Jerusalemer Zeitraum

Dieser Abschnitt enthält den zweiten Teil der Mission. Das messianische Projekt gerät in eine „Krise“, die zu einer totalen Ablehnung führt. Jesus widmet sich daraufhin der Bildung seiner Jünger.

Das Bekenntnis von Cäsarea fungiert als berühmtes Scharnier zwischen diesen beiden Perioden.

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