Die Taufe Jesu im Jordan: Historischer Kontext und Beginn seines Wirkens

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Zusammenfassung

Der Text erläutert die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer im historischen Kontext des Judentums zur Zeit Jesu. Behandelt werden die Strömungen der Pharisäer und Sadduzäer, die Bedeutung der Predigt des Johannes, die Taufe als Beginn der messianischen Berufung sowie die Versuchungen und die beiden Perioden des Wirkens Jesu (galiläischer und Jerusalemer Zeitraum). Der Lernende erhält so einen Überblick über Ursprung und Verlauf der öffentlichen Tätigkeit Jesu.

Kernpunkte

  • Zur Zeit Jesu prägten vor allem Pharisäer (Mittelschicht, Einhaltung des Gesetzes) und Sadduzäer (priesterliche Oberschicht, Tempel in Jerusalem) das religiöse Leben.
  • Johannes der Täufer predigte Umkehr und Reinigung und verband seine Botschaft mit der Erwartung des kommenden Gottes.
  • Die Taufe Jesu gilt in den Evangelien als Beleg für seine Wahl und sein messianisches Selbstbewusstsein.
  • Die Evangelien deuten die Taufe als Theophanie (Gotteserscheinung), bei der der Täufer Jesus als erwarteten Gesandten bestätigt.
  • Auf die Taufe folgten die Versuchungen, denen Jesus widerstand.
  • Das Wirken Jesu gliedert sich in den galiläischen Zeitraum (Verkündigung des Reiches Gottes) und den Jerusalemer Zeitraum (Krise, Ablehnung und Jüngerbildung).
  • Das Bekenntnis von Cäsarea bildet den Übergang zwischen beiden Perioden.

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Die Taufe Jesu im Jordan: Historischer Kontext und Gegebenheiten

Alle Evangelien zeigen die Bedeutung der Taufe für die Geschichte Jesu und helfen zu verstehen, warum Jesus diesen Weg wählte.

1. Religiöse Strömungen des Judentums zur Zeit Jesu

Das religiöse Leben der Israel wurde zur Zeit Jesu von zwei Hauptströmungen dominiert: den Pharisäern und Sadduzäern.

  • Die Pharisäer repräsentierten die mittlere und obere Mittelschicht und legten größten Wert auf die genaue Einhaltung des Gesetzes.
  • Die Sadduzäer waren die priesterliche, aristokratischere und konservativere Klasse, deren Machtzentrum der Tempel von Jerusalem war.

2. Die Taufe, die Johannes predigte

Es gab viele Prediger und „Baptisten“, die zur Umkehr einluden und eine Taufe der Reinigung verhießen.

Die Einzigartigkeit von Johannes lag in der Ausrichtung seiner Predigt und deren Bezug zum Erscheinen Jesu. Johannes zeigte einen neuen Weg auf: die Einladung an alle, besonders aber an diejenigen, die sich als Sünder erkannten, zur Umkehr und zur Erwartung des kommenden Gottes.

Jesus wählte eindeutig den Weg des Johannes.

3. Jesu messianische Wahl durch die Taufe

Jesus ließ sich von Johannes taufen. Die evangelische Überlieferung misst diesem Taufereignis eine besondere Bedeutung bei. Diese Geste ist der erste Beleg für seine Wahl und sein messianisches Selbstbewusstsein bezüglich der ihm von Gott anvertrauten Mission.

Einerseits wählte Jesus den Weg des Dieners. Andererseits rahmen die Evangelien das Ereignis als eine Theophanie (Gotteserscheinung):

  1. Jesus trifft seine Wahl in tiefer Verbundenheit mit dem Willen des Vaters.
  2. Der Täufer bestätigt und unterstützt ihn als den erwarteten Gesandten.

4. Die Versuchungen und der Beginn des Wirkens Jesu

Die eigentliche Vorbereitungsphase folgte der Wahl: Im Einklang mit dieser Entscheidung widerstand Jesus der Versuchung. Seine Wahl war eine andere.

5. Die zwei Perioden des Wirkens Jesu

Das Wirken Jesu lässt sich in zwei Hauptphasen unterteilen:

Galiläischer Zeitraum

Gekennzeichnet durch die Verkündigung des Anbruchs des Reiches Gottes. Diese Ankündigung zog viele Menschen zum Nazarener, was zum Höhepunkt einer kleineren Gruppe führte, die seine Mission teilte.

Jerusalemer Zeitraum

Dieser Abschnitt enthält den zweiten Teil der Mission. Das messianische Projekt gerät in eine „Krise“, die zu einer totalen Ablehnung führt. Jesus widmet sich daraufhin der Bildung seiner Jünger.

Das Bekenntnis von Cäsarea fungiert als berühmtes Scharnier zwischen diesen beiden Perioden.

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Häufige Fragen

Wer waren die Pharisäer und Sadduzäer zur Zeit Jesu?

Die Pharisäer gehörten zur mittleren und oberen Mittelschicht und legten großen Wert auf die genaue Einhaltung des Gesetzes. Die Sadduzäer bildeten die priesterliche, aristokratischere und konservativere Klasse mit dem Tempel in Jerusalem als Machtzentrum.

Was war das Besondere an der Predigt des Johannes?

Johannes lud alle Menschen zur Umkehr ein, besonders diejenigen, die sich als Sünder erkannten. Er verband seine Predigt mit der Erwartung des kommenden Gottes und dem Erscheinen Jesu.

Warum gilt die Taufe Jesu als wichtig?

Die Evangelien messen der Taufe eine besondere Bedeutung bei, weil sie der erste Beleg für die Wahl Jesu und sein messianisches Selbstbewusstsein ist. Sie wird zudem als Theophanie gedeutet.

Was ist das Bekenntnis von Cäsarea?

Das Bekenntnis von Cäsarea ist ein bekannter Wendepunkt, der die beiden Perioden des Wirkens Jesu, den galiläischen und den Jerusalemer Zeitraum, miteinander verbindet.

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Test

1. Welche religiöse Gruppe bildete die priesterliche und konservative Oberschicht zur Zeit Jesu?
2. Was forderte Johannes der Täufer in seiner Predigt vor allem?
3. Wie deuten die Evangelien die Taufe Jesu?
4. Welcher Abschnitt folgt im Text unmittelbar auf die Taufe?
5. Was markiert das Bekenntnis von Cäsarea laut Text?

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