Teamarbeit: Rollen, Führungsstile und Techniken

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Arbeitsgruppen und Teams im Überblick

Eine Arbeitsgruppe: Dies ist ein spezialisiertes Teilsystem innerhalb einer Organisation. Sie umfasst Menschen, deren Aufgaben und Ziele aufeinander abgestimmt sind. Ein Senatsausschuss oder ein Ratsausschuss gehören dazu. Die Verantwortung liegt beim Einzelnen. Berichte werden erörtert und Arbeitsschritte an die jeweiligen Beteiligten übertragen.

Team: Ein Team ist eine Gruppe von Menschen, die organisiert zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Ein Team wird mit der Überzeugung gebildet, dass Ziele durch die Bündelung von Wissen, Talenten und Fähigkeiten aller Mitglieder besser erreicht werden können. Der Begriff Teamgeist ist eng mit dieser Kombination individueller Stärken verbunden.

Positive Rollen in der Zusammenarbeit

  • Initiator: Ergreift die Initiative, schlägt Ideen, Verfahren oder Diskussionsthemen vor und liefert Analysen. Er ist die Person für Vorschläge und Anregungen.
  • Der Ermutiger: Fördert das Team zu größerer Aktivität oder gehobener Qualität. Er erkennt die Beiträge anderer an, lobt wichtige Taten und ist ein begeisterter, guter Freund des Teams.
  • Der Koordinator (Konkurrent): Sammelt die Ideen, Anregungen und Kommentare der Teammitglieder.
  • Der Schlichter: Versucht, Konfliktsituationen zu entschärfen, nutzt Witz und findet eine gemeinsame Grundlage zwischen den Parteien.
  • Der passive Anhänger: Ein Teil des Teams, der ohne viel zu sprechen die Vorschläge anderer akzeptiert, oft aus Ängstlichkeit.

Negative Rollen und Störfaktoren

  • Der Dominator: Er verlangt, dass sich jeder seinem Willen beugt, und versucht, das Team oder einzelne Mitglieder durch Erpressung, Betrug oder Angst zu manipulieren.
  • Der Sündenbock: Eine Person, der das Team die Verantwortung für alle Fehler und Fehlschläge zuweist, damit die anderen ihr hohes Selbstwertgefühl bewahren können.
  • Der Negative: Er begegnet allen behandelten Fragen mit einer negativen Grundeinstellung.
  • Der Angreifer: Kritisiert und tadelt andere, ist feindselig gegenüber dem Team und stört die zwischenmenschlichen Beziehungen.
  • Der Scharlatan (Schwätzer): Spricht bei jeder Gelegenheit über alles Mögliche, egal ob es zum Thema gehört oder nicht.
  • Der Schlauberger: Denkt, er wisse alles, und spricht wie ein Sachverständiger; eine oft eitle und irritierende Rolle.
  • Der Typ mit fixen Ideen: Klammert sich endlos an seine Manien und wiederholt oft nur ein einziges Thema.
  • Der Selbstdarsteller: Nutzt jede Gelegenheit, um seine eigenen Gefühle und Ideen auszudrücken, auch wenn sie für andere nicht von Interesse sind.
  • Der Störer: Ist privat abgelenkt, lenkt andere ab und stört kontinuierlich den Ablauf.

Verschiedene Führungsstile

  • Partizipativer Stil: Geteilte Verantwortung mit den Untergebenen; Entscheidungen werden in Absprache mit dem Team getroffen.
  • Autokratischer Stil: Der Kopf gibt Kriterien, Standards und Strategien vor. Er plant die Arbeit und entscheidet allein über kurzfristige Aktivitäten.
  • Demokratischer Stil: Ideen werden in der Gruppe diskutiert und bestimmt. Der Führer unterstützt und schlägt Optionen vor, die von der Gruppe bewertet werden.
  • Laissez-faire (Lassen Sie tun): Die Gruppe trifft alle Entscheidungen frei ohne Beteiligung des Vorgesetzten, was oft zu einem Mangel an Führung führt.
  • Paternalistischer Stil: Persönliche Interessen stehen im Vordergrund, um die Bedürfnisse der Organisation zu erfüllen. Der Chef trifft alle Beschlüsse ohne Beteiligung der anderen.
  • Bürokratischer Stil: Die Organisation folgt einer hierarchischen Struktur und festen Regeln, was die Kommunikation blockieren kann, wenn Vorschriften Vorrang vor dem Individuum haben.
Effektive Präsentationstechniken
  • Selbstpräsentation: Die Teilnehmer sitzen im Kreis, nennen ihren Namen und Daten wie Geburtsort, Alter oder Beruf, um das Team besser kennenzulernen.
  • Symposium: Vier oder fünf Spezialisten referieren jeweils 15 bis 20 Minuten über verschiedene Aspekte eines Themas.
  • Roundtable (Runder Tisch): Drei bis fünf Experten mit verschiedenen Ansichten diskutieren ein Thema und können anschließend eine Debatte führen.
  • Gruppeninterview: Ein Spezialist beantwortet Fragen mehrerer Teammitglieder zu einem allgemeinen Problem.
  • Phillips 66: Sechs Personen diskutieren für 6 Minuten über ein Thema; ein Sprecher fasst die Ergebnisse anschließend zusammen.
  • Brainstorming: Freies und informelles Äußern von Ideen zu einem Thema, die von einem Sekretär notiert werden.
  • Murmelgruppe (Whisperer): Zweiergruppen führen 5-minütige Dialoge zu einem Problem und stellen ihre Schlussfolgerungen danach dem Rest der Gruppe vor.
  • Fallstudie: Ein spezifischer Fall wird schriftlich, mündlich oder spielerisch dargestellt, damit die Teilnehmer Lösungen analysieren können.
  • Rollenspiel (Dramatisierung): Man versetzt sich in die Lage einer anderen Person (z. B. Schüler - Lehrer), um deren Perspektive zu verstehen.
  • Debatte: Zwei Gruppen oder Personen stellen unterschiedliche Ansichten zu einem Thema gegenüber.

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