Technische Anforderungen für Freileitungsnetze
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Treiber
Die in Overhead-Netzwerken eingesetzten Treiber bestehen aus Kupfer, Aluminium oder anderen Materialien bzw. Legierungen. Sie verfügen über entsprechende elektrische und mechanische Eigenschaften und sind vorzugsweise isoliert.
Isolierte Leiter
Die Adern für eine Nennspannung von 0,6/1 kV müssen eine Beschichtung aufweisen, die eine gute Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse gewährleistet. Der minimal zulässige Querschnitt für Aluminiumleiter beträgt 16 mm², für Kupferleiter 10 mm².
Leiter
Der blanke Leiter sollte gegen Witterungseinflüsse geschützt sein und eine minimale Bruchlast von 410 daN aufweisen. Blanke Leiter für eine Nennspannung von weniger als 0,6/1 kV werden als isoliert betrachtet.
Isolatoren
Isolatoren werden aus Porzellan, Glas oder anderen isolierenden Materialien hergestellt, um Witterungseinflüssen, insbesondere Temperaturschwankungen und Korrosion, zu widerstehen. Sie müssen mechanische Belastungen aufnehmen und eine ausreichende Isolationswirkung bieten.
Die Befestigung der Isolatoren an ihren Trägern erfolgt durch Einfädeln oder zementbasierte Stoffe, die keine korrosiven Angriffe verursachen und keine Volumenänderungen aufweisen, welche die Sicherheit der Fixierung beeinträchtigen könnten.
Unterstützung
Die Träger können aus Metall, Beton, Holz oder anderen Materialien bestehen, sofern eine entsprechende Genehmigung der zuständigen Behörde vorliegt.
Berechnung
Füllstoffe werden als ständige vertikale Belastungen durch das Eigengewicht der verschiedenen Komponenten (Leiter, Isolatoren, Zubehör, Spannvorrichtungen und Träger) berücksichtigt. Zudem wird die Überlastung durch Winddruck wie folgt geprüft:
- Über Treiber: 50 daN/m²
- Auf ebenen Flächen: 100 daN/m²
- An zylindrischen Oberflächen der Stützen: 70 daN/m²
Die Eislast wird je nach Höhenlage in drei Zonen unterteilt:
Zone A
Liegt unter 500 m über dem Meeresspiegel. Hier wird keine zusätzliche Eislast berücksichtigt.
Zone B
Liegt auf einer Höhe zwischen 500 und 1000 m. Für blanke Leiter wird eine Eislast von 180 · d Gramm pro Meter angesetzt (d = Leiterdurchmesser in mm). Bei gebündelten Freileitungen werden 60 · d Gramm pro Meter berücksichtigt, wobei der Durchmesser des Bündels als das 2,5-fache des Durchmessers eines Phasenleiters berechnet wird.
Zone C
Liegt auf einer Höhe über 1000 m. Für blanke Leiter wird eine Eislast von 360 · d Gramm pro Meter angesetzt. Bei gebündelten Freileitungen werden 120 · d Gramm pro Meter berücksichtigt, wobei der Durchmesser des Bündels ebenfalls als das 2,5-fache des Durchmessers eines Phasenleiters berechnet wird.