Terrestrische und aquatische Ökosysteme: Ein Überblick
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Terrestrische und aquatische Ökosysteme
Terrestrische und aquatische Ökosysteme bilden die Grundlage des Lebens auf der Erde. Beide teilen sich die folgenden Gemeinsamkeiten:
- Solarenergie ist für die Entwicklung des Lebens essenziell.
- Sie weisen die gleichen trophischen Ebenen auf: Erzeuger, Verbraucher und Zersetzer.
- Materie und Energie fließen kontinuierlich durch das System.
- Lebewesen unterliegen ökologischen Anpassungen.
Unterschiede zwischen den Ökosystemen
- Aquatische Umwelt: Nährstoffe und Gase sind im Wasser gelöst, Temperaturschwankungen sind sehr gering, der Druck ist ein entscheidender Faktor und Licht ist in Tiefen unter 100 m ein limitierender Faktor für die Produktion.
Formation terrestrischer Ökosysteme
Die ökologische Sukzession beschreibt die Veränderungen in einem Ökosystem, bei denen eine biologische Art durch eine andere ersetzt wird.
Stufen der ökologischen Sukzession
- Bodenbildung: Pionierarten wie Bakterien bereiten den Boden durch chemische Reaktionen vor.
- Besiedlung: Einfache Pflanzen wie Moose, Farne und Insekten siedeln sich an.
- Krautige Arten: Diese reichern den Boden weiter an.
- Verholzung: Ansiedlung der ersten Sträucher und Bäume.
Nicht alle Ökosysteme durchlaufen alle Stadien. Die Klimaxgesellschaft stellt den maximalen Grad der Komplexität von Tier- und Pflanzenarten dar. Ein geschichtetes Ökosystem weist verschiedene Vegetationsschichten (Stratum) auf, während das ökologische Gleichgewicht den Zustand beschreibt, in dem die Anzahl von Erzeugern, Verbrauchern und Zersetzern kompensiert ist.
Biome
Ein Biom ist eine Ansammlung von Ökosystemen mit ähnlichen Tier- und Pflanzenarten, bedingt durch Klima und Bodenbeschaffenheit. Breite und Höhe beeinflussen die Temperatur maßgeblich.
Arten von Biomen
- Wälder: Bäume sind die dominierende Pflanzenart.
- Savannen, Wiesen und Steppen: Stauden dominieren.
- Tundra und Wüste: Geringe Vegetation.
Die Taiga
Die Vegetation besteht aus Nadelbäumen, Moosen und Flechten. Typische Arten sind Murmeltiere, Braunbären, Wölfe und Hirsche. Das Klima ist durch kalte Winter und warme Sommer geprägt.
Gemäßigter Laubwald
Typische Pflanzen sind Eichen, Buchen, Farne und Sträucher. Die Tierwelt umfasst Wildkatzen, Marder, Wildschweine und Hirsche. Das Klima zeichnet sich durch feuchte Sommer und milde Winter mit Niederschlägen aus.
Tropischer Regenwald
Hier findet sich die größte biologische Vielfalt der Erde. Typische Pflanzen sind Laubbäume; die Tierwelt umfasst Panther, Ameisenbären und Tukane.
Mediterraner Wald auf der Iberischen Halbinsel
Die Vegetation besteht aus Eichen, Korkeichen, Sträuchern, Mastixsträuchern und Brombeeren. Typische Tiere sind Wildschweine, Hirsche, Nagetiere und Reptilien. Das Klima ist heiß und trocken im Sommer mit Niederschlägen im Winter. Ein Beispiel ist der Nationalpark Monfragüe.
Die Dehesa (Weidelandschaft)
Die Dehesa ist ein vom Menschen geschaffenes Ökosystem auf der Iberischen Halbinsel, das durch selektive Rodung mediterraner Wälder entstand. Eichen sind hier ideal angepasst, da sie feuerresistent sind und hartlaubige Blätter besitzen, die vor Tierfraß schützen. In der Dehesa werden vor allem Rinder und Schweine gehalten.