Textmerkmale und die sprachliche Vielfalt in Spanien
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Textdefinition und wesentliche Merkmale
Ein Text besteht aus einer Folge von Wörtern oder Phrasen, die eine vollständige Nachricht vermitteln. Texte sind jegliche kommunikative Handlungen; ihre Ausdehnung hat eine genaue Grenze. In ihm finden sich auch andere, kleinere Einheiten wie Ziffern und Sätze. Jede Art von Text besitzt eine Organisation. Zum Beispiel wird ein Roman in Kapitel, Absätze und Sätze unterteilt, während ein Gedicht in Strophen und Zeilen gegliedert ist.
Eigenschaften des Textes
Ein Text muss bestimmte Eigenschaften vereinen, um einen kompletten Sinn zu ergeben. Der Text muss sich an die kommunikativen Umstände anpassen, in denen er vorkommt.
- Angemessenheit: Hierbei wählt man die entsprechende Sprache für jede Situation, sodass eine Übereinstimmung zwischen allen beteiligten kommunikativen Elementen besteht.
- Die Absicht: Wir müssen die Absicht berücksichtigen. Je nach Zweck der Nachricht wählt man eine bestimmte Sprachform.
- Thema: Wie man sich gegenübersteht, ohne den roten Faden zu verlieren.
- Der Empfänger: Je nachdem, ob eine Person bekannt oder unbekannt ist oder ob Vertrauen besteht, wählt man ein anderes sprachliches Register.
- Der Kanal: Das Mittel, durch das die Nachricht übermittelt wird (mündlich, schriftlich, Fernsehen, Funk, SMS usw.).
- Die Zeit: Der Zeitpunkt der Nachrichtenübermittlung.
- Der Ort: Der Raum, in dem sich Absender oder Empfänger befinden.
Sprachliche Situation und Vielfalt
In den meisten Ländern werden in ihrem Hoheitsgebiet mehrere Sprachen gesprochen, aber nicht alle Sprachen haben die gleichen Bedingungen. Je nach Situation unterscheiden wir:
- Amtssprachen: Diese werden von vielen Sprechern verwendet.
- Staatenlose Sprachen: Sprachen in Gebieten mit mangelnder politischer Unabhängigkeit.
- Hauptsprachen: Sprachen, die von vielen Menschen genutzt werden.
- Minderheitensprachen: Sprachen, die nur von wenigen Menschen gesprochen werden.
- Hegemoniale Sprachen: Diese genießen ein hohes soziales Ansehen, da sie von politischer und wirtschaftlicher Macht unterstützt werden. Ein Beispiel für eine hegemoniale Sprache ist Englisch.
- Minderheitensprachen (soziologisch): Diese befinden sich in einer untergeordneten Position innerhalb ihrer eigenen Sprachgemeinschaft und besitzen keine offizielle Anerkennung.
Diversifizierung im spanischen Staat
In Spanien wurde seit dem Mittelalter eine Politik verfolgt, die die Vorherrschaft des Spanischen gegenüber anderen Sprachen anstrebte. Das Kastilische wurde zur hegemonialen Sprache, während andere Sprachen ausgegrenzt wurden und zu Minderheitensprachen herabsanken.
Dies wurde durch die spanische Verfassung von 1978 geändert, welche die Gleichstellung des Kastilischen mit anderen spanischen Sprachen in deren jeweiligen Hoheitsgebieten festlegte. Die offiziell anerkannten spanischen Sprachen sind: Galizisch, Spanisch, Valencianisch und Baskisch.
Die portugiesische Sprache wird in Sao Paulo, im Westen von Asturien und in Kastilien-León gesprochen. Im Jahr 1981 wurde das Autonomiestatut für Galicien verabschiedet, welches die galicische Sprache als die eigene Sprache Galiciens festlegte.