Theater: Grundlagen von Drama, Tragödie und Komödie

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Grundlagen des Theaters: Drama und Komödie

Das Wort Drama leitet sich vom griechischen Begriff „draein“ (handeln/tun) ab. Es bezeichnet literarische Werke, die durch Dialoge eine Handlung vor einem Publikum darstellen.

Aspekte des Dramas

  • Aktion: Eine Reihe szenischer Ereignisse, die durch das Verhalten und die psychologische Entwicklung der Charaktere bestimmt werden.
  • Charaktere: Die Akteure, die die dramatische Handlung durch Dialoge vorantreiben.
  • Dramatische Spannung: Die Reaktion des Publikums auf bevorstehende Ereignisse, die in den letzten Szenen eines Aktes ihren Höhepunkt findet.
  • Atmosphäre: Das Zusammenspiel von Charakteren, Handlung, materiellen Ressourcen, Pantomime und Sprache.
  • Vertretung: Theater ist nicht nur ein literarischer Text, sondern primär eine Aufführung oder Unterhaltung.

Funktionselemente der dramatischen Handlung

  • Dialog: Verbaler Austausch zwischen zwei oder mehr Charakteren.
  • Monolog: Ein Charakter spricht, ohne eine direkte Antwort zu erwarten. Eine Sonderform ist das Beiseitesprechen (Aside), bei dem Worte leise für das Publikum gesprochen werden.
  • Mimik und Gestik: Physiognomische Ausdrucksmittel, die die Rede des Schauspielers ergänzen.
  • Regieanweisungen: Texte, die den Akteuren das Verständnis oder die Art der Präsentation verdeutlichen. Sie stehen meist in Klammern und in einer anderen Schriftart.
  • Inszenierung: Kostüme, Kulissen, Beleuchtung und Musik sind essenzielle Elemente des Gesamtspektakels.

Wichtige dramatische Untergattungen

Die Tragödie

Dieses Subgenre stellt ein fatales Schicksal dar, das oft mit dem Tod des Protagonisten endet. Schlüsselelemente sind:

  • Katharsis: Die Reinigung der Leidenschaften des Zuschauers durch Furcht und Mitleid.
  • Tragischer Held: Der Prozess, der zum Untergang führt, oft bedingt durch Stolz und Starrsinn.
  • Pathos: Das Leid, das der Held dem Publikum vermittelt.
  • Hierarchie: Oft sind die Figuren Götter, Könige oder mythologische Helden.

In Griechenland erreichte die Tragödie ihren Höhepunkt durch Aischylos, Sophokles und Euripides.

Die Komödie

Die Komödie stellt Charaktere aus den unteren Bevölkerungsschichten dar. Ihr Ziel ist es, das Publikum zum Lachen zu bringen und den banalen Alltag der Menschen zu imitieren.

  • Optimistischer Ausgang: Die Handlung führt zu einem glücklichen Ende.
  • Geschichte: Ursprung in Griechenland, Blütezeit bei den Römern (Plautus und Terenz) sowie im spanischen Goldenen Zeitalter (Themen wie Ehre und Treue).

Das Drama

Das Drama steht in der Mitte zwischen Tragödie und Komödie. Die Leidenschaften erreichen nicht die Intensität der Tragödie, und es können komödiantische Elemente einfließen. Das Finale ist oft unglücklich und kann bis zum Tod einer Figur führen.

Der Ursprung liegt im 16. und 17. Jahrhundert (spanisches und englisches Theater, u. a. Lope de Vega und Shakespeare). Heute wird der Begriff „Drama“ oft als Sammelbegriff für alle Stücke verwendet, die nicht eindeutig zuzuordnen sind.

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