Das Theater in Valencia und Katalonien: Nachkriegszeit bis 1970er
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Theater der Zeit: Nachkriegszeit bis 1970er Jahre
Die Ära des Theaters, die von der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre reicht, war stark durch das Franco-Regime geprägt. Das katalanische Theater in der Region Valencia war verboten, und es gab eine strikte Trennung von den aktuellen Innovatoren des amerikanischen und europäischen Theaters.
Zensur und die Wiederbelebung (bis 1946)
Bis 1946 verhinderte die Zensur die Aufführung ausländischer Werke. Auch spanische Übersetzungen waren verboten.
In Valencia setzten sich Autoren wie Faus Casajuana Hernández und Rafael Martí i Treballadors (Arbeiter) bereits 1946 dafür ein, die valencianische Szene für neue, moderne szenische Ansätze zu öffnen. Diese Stücke waren inspiriert von aktuellen gesellschaftlichen Konflikten.
Erneuerung in Katalonien (ab 1955)
In Katalonien wurde 1955 die Drama Association of Barcelona gegründet. Diese Theatergruppe befreite sich vom klassischen Programm und brachte Werke von Künstlern auf die Bühne, darunter:
- Joan Oliver (Pere Quart): Er schrieb Komödien, die die Bourgeoisie kritisierten.
- Joan Brossa: Er war der wichtigste Vertreter des Avantgarde-Theaters und bevorzugte surreale Formen.
- Manuel de Pedrolo: Er konzentrierte sich auf das Thema der Freiheit und wurde oft mit dem Theater des Absurden von Ionesco oder Beckett verglichen.
Die valencianische Szene
Die Erneuerung in der Region Valencia war darauf zurückzuführen, dass Theateraktivisten Zuflucht in bestimmten Organisationen fanden, um die valencianische Szene zu aktualisieren. In diesen Umfeldern trat eine neue Generation von Dramatikern hervor, darunter:
- Domínguez, Martín und Barberá (vermutlich die Gruppe „Die Zehn“)
- Francis P. López, Gil und Albors (vermutlich „Barraca 62“)
Manuel de Pedrolo: Wichtige Aspekte seines Werks
Man kann Pedrolo's Theater in drei Phasen unterteilen, obwohl nur eine davon als die zentrale Phase gilt. In dieser Zeit reflektiert Manuel de Pedrolo rigoros über zentrale Punkte der menschlichen Existenz und stellt beunruhigende Fragen zum Absurden.
Die geschlossene Welt und die Charaktere
Die Charaktere Pedrolo's bevölkern eine geschlossene Welt, die vom Außenraum abgetrennt ist. Die Figuren sind Gefangene, die entweder darum kämpfen, die Wände einzureißen, oder sich letztendlich an den Raum gewöhnen, den er in ihnen hervorruft. Szenisch werden diese Konflikte durch bedrückende und klaustrophobische, geschlossene Situationen unterstützt.
Pedrolo ist besorgt über den Zustand der menschlichen Person. Er bekennt sich zu seinem Land und einem sehr spezifischen Thema, erbt jedoch existenzielle Formen und bedient sich der Absurdität.
Pessimismus und innere Realität
Das Theater von Manuel de Pedrolo ist pessimistisch, da es kollektive Probleme berücksichtigt und eine konsequente Umsetzung der Realität darstellt, in der die Charaktere leben. Die Figuren tauchen in ihre innere Welt ein und versuchen, sie zu erklären. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie kein Interesse an der Welt haben; sie leben als Gefangene anderer. Sehr häufig versuchen sie, ihre Herkunft zu klären, obwohl sie nur eine vage, verwirrende Erinnerung an die Vergangenheit besitzen.