Themen und Symbolik bei Miguel Hernández

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Themenvielfalt bei Miguel Hernández

Es gibt viele Liebesgedichte von Miguel Hernández, die sowohl seiner Frau als auch seinem Kind gewidmet sind. Dennoch existieren nur wenige Gedichte, die Hernández über seinen Kampf für die Republik verfasst hat, wie etwa in Viento del pueblo. Seine Werke sind bunt, thematisieren die Umwelt, die Natur, Sexualität und den Krieg. Das letzte Gedicht des Buches Viento del pueblo ist das Motto „Krieg im Sommer“. Es ist ein Buch voller Positivismus, das seine Kollegen zum Kämpfen ermutigt.

Sein neuestes Werk Cancionero y romancero de ausencias ist hingegen von Traurigkeit geprägt. Es spiegelt seine Sehnsucht nach seiner Frau und seinem Sohn wider. Die Gedichte von der Front lassen einen Hauch von Pessimismus erkennen; sie sind nicht mehr begeistert und jubelnd, sondern beschreiben den Schmerz der Soldaten, was sich perfekt im Gedicht El tren de los heridos widerspiegelt.

Hernández verwendet häufig das Motiv des Tempus fugit, vor allem in den Gedichten, die sich auf Manuel Ramón beziehen:

„Die Sonne stieg und das Kind wurde geboren / Blume eines Tages / Studenten pro Tag / Sonnen, Blumen, neue Kinder, wachte das Kind auf / nie wieder aufwachen.“

Er nutzt ständig Elemente der Natur, um die weibliche Figur zu beschreiben. Seine Gedichte sprechen oft vom Tod, da dieser in seinem Umfeld sehr präsent war: Sein Sohn Manuel Ramón starb sehr klein, möglicherweise aufgrund von Mangelernährung, und im Krieg verlor er viele seiner Freunde.

Leben und Tod als zentrale Motive

Die Themen Leben, Liebe und Tod bilden die „Wunden“ von Hernández und den Kern seiner Existenz. Trotz der unterschiedlichen Behandlung in seinen Werken lässt sich eine Entwicklung feststellen: von der unbeschwerten Vitalität seiner frühen Gedichte bis hin zur Enttäuschung und Traurigkeit in Cancionero y romancero de ausencias.

  • Perito de lunas: Eine Landschaft, beleuchtet von Vitalität, jedoch bereits mit ersten Anzeichen von Melancholie.
  • El rayo que no cesa: Hier entfesselt er seine Leidenschaften und zeigt seine tiefsten „Wunden“. Das Hauptthema dieser Sammlung ist das tragische Gefühl der Liebe.

Symbolik und Leidenschaft

Hernández verwendet verschiedene Symbole für den Schmerz des Liebenden:

  • Werkzeuge: Messer, Dolche, Äxte und Pflüge symbolisieren die vernichtende Kraft der Liebe.
  • Atmosphärische Erscheinungen: „Sturm“ und „Hurrikan“ vermitteln entfesselte Energie.
  • Der Stier: Ein Symbol für Kraft, Wut, aber vor allem für das tragische, unbewegliche Schicksal und den Tod aus Liebe.

Der Einfluss des Bürgerkriegs

Mit dem Ausbruch des Bürgerkrieges konzentriert Hernández seine Gefühle auf den Tod, die Liebe und den Kampf der Menschen, was in seinem Buch Viento del pueblo mündet. Der Tod wird hier nicht als Schicksal, sondern als notwendiges Opfer für die Nachwelt gesehen – ein Tod in Ehren.

In seinem späteren Werk El hombre acecha wandelt sich diese Sichtweise jedoch. Es ist eine harsche Kritik an den Reichen und Mächtigen, die sich vom Krieg fernhalten, während die Ärmsten leiden. Der Tod ist nun nicht mehr heldenhaft, sondern eine Quelle der Trauer. Dennoch bleibt die Liebe eine Hoffnung inmitten der Grausamkeit, wie er im Gedicht Carta verdeutlicht: Die Liebe geht über den Tod hinaus.

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