Die Theorie der Entfremdung und Ideologie nach Marx
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Die Theorie der Entfremdung
Entfremdung bedeutet, sich selbst ein Fremder zu werden. Für Marx ist sie im anthropologischen Sinne ein Bruch mit dem Wesen des Menschen. Es ist der Kontrast zwischen dem, was der Mensch als solcher ist, und seiner existentiellen Wirklichkeit im historischen Leben.
Merkmale des menschlichen Wesens
Die grundlegenden Merkmale des Menschen sind:
- Arbeit
- Sozialität
- Bewusstsein
Alle Situationen, die diese Merkmale verfälschen, sind Formen der Entfremdung. Entfremdung beschreibt eine Beziehung zwischen zwei Elementen: dem Subjekt und dem Objekt.
Bedingungen der Entfremdung
Die praktisch-produktive Tätigkeit des Subjekts impliziert seine Entäußerung. Das bedeutet, der Arbeiter tritt in eine Beziehung zum Objekt, indem er es nach außen kehrt. Die Arbeit ist für den Menschen eine Enteignung seiner selbst, da seine produktive Kraft in das Objekt übergeht.
Das Objekt wird durch die Arbeit des Menschen verwandelt und steht ihm nun als fremdes Produkt und Eigentum gegenüber. Diese Entäußerung des Subjekts ist eine notwendige Erfahrung, die in allen Produktionsweisen auftritt.
Enteignung und Revolution
Wenn das durch die Arbeit des Arbeitnehmers geschaffene Objekt in das Eigentum eines anderen übergeht, spricht man von Entfremdung. Diese Beziehung ist historisch bedingt und wird erst durch eine Revolution und die Einführung einer kommunistischen Gesellschaft enden.
Ideologie: Das Konzept
Das Ziel ist eine wissenschaftliche und rationale Einordnung des Bewusstseins, um die Trübung der Realitätswahrnehmung zu beenden.
Im allgemeinen Sinne versteht man unter Ideologie eine Reihe von Ideen und Vorstellungen, die ein Mensch oder eine soziale Klasse über sich selbst, ihren Platz in der Welt und die Geschichte hat.