Die Theorie der Plattentektonik und Kontinentaldrift
Eingeordnet in Geologie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,25 KB
Punkt 4: Dynamics Land
Einführung
Die Bewegung der Erdkruste (Lithosphäre) ist stetig. Die Theorie der Kontinentaldrift wurde 1912 von dem deutschen Meteorologen Alfred Wegener formuliert. Er trug eine große Menge an geologischen, paläontologischen und klimatischen Daten zusammen. Diese zeigten, dass sich die Kontinente im Laufe der Zeit bewegt haben.
Wegener zeigte, dass einst alle Kontinente zu einem einzigen Superkontinent namens Pangaea vereinigt waren. Später fragmentierte dieser in mehrere Kontinente, die in ihre gegenwärtigen Positionen drifteten. Die Hypothese der Kontinentalverschiebung erklärt:
- Die Passung der Küstenlinien verschiedener Kontinente.
- Die Kontinuität langer Bergketten, die heute fragmentiert sind.
- Identische fossile Fauna und Flora auf weit entfernten Kontinenten.
- Eiszeitliche Gesteine in tropischen Gebieten.
Ein Problem blieb jedoch: Die Theorie konnte nicht erklären, wie sich die Kontinente auf der ozeanischen Kruste bewegten.
Theorie der Ozeanbodenspreizung
Diese Hypothese schlug vor, dass Kontinente und ozeanische Kruste als zusammenhängende Blöcke agieren. Thermische Konvektionszellen im Inneren der Erde wurden als Mechanismus für die Bewegung dieser Blöcke identifiziert.
Die Theorie der Plattentektonik
Diese Theorie besagt, dass die Lithosphäre in Fragmente, die sogenannten Lithosphärenplatten, unterteilt ist. Diese bewegen sich über die Asthenosphäre, die aus plastischem Material besteht. Nach diesem Szenario werden die Platten von mittelozeanischen Rücken verschoben. Neue Kruste wird an den Rücken gebildet und entlang von Tiefseegräben zerstört.
Plattengrenzen
Die Lithosphäre ist in sieben große Platten unterteilt, die sich weitgehend unabhängig voneinander auf der Asthenosphäre bewegen:
- Divergierende Plattengrenzen: Platten bewegen sich auseinander, wenn Magma aus der Asthenosphäre an die Oberfläche steigt. Dies wird durch mittelozeanische Rücken gekennzeichnet.
- Konvergente Plattengrenzen: Platten verschieben sich gegeneinander und stoßen zusammen. Die ozeanische Platte sinkt in die Erde, erwärmt sich und schmilzt teilweise, wodurch Magma entsteht. Dies kann vulkanische Gebirge bilden, wie etwa die Anden.
- Transformstörungen: Platten gleiten aneinander vorbei, wie beim San-Andreas-Graben in Kalifornien, wo häufig Erdbeben entstehen.
Grundlegende Prozesse
Die Theorie der Plattentektonik ist die Grundlage für viele geologische Phänomene:
- Kontinentale Fragmentierung: Große Kontinente zerbrechen in kurzer Zeit.
- Expansion des Meeresbodens: Zuwachs an den divergierenden Plattengrenzen (mittelozeanische Rücken).
- Subduktion: Tritt an konvergenten Plattengrenzen auf, wenn eine Platte an ihrer schwächsten Stelle (Grenze Kontinent/Ozean) bricht und progressiv absinkt.
- Obduktion oder kontinentale Kollision: Entsteht nach der vollständigen Subduktion der ozeanischen Lithosphäre, wenn zwei Kontinentalplatten aufeinandertreffen.