Die Theorie der Plattentektonik: Ursachen und Prozesse

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Die Theorie der Plattentektonik

Die Theorie der Plattentektonik vereint die Hypothesen der Kontinentalverschiebung und der Ozeanbodenspreizung zu einem schlüssigen Gesamtmodell. Diese Theorie erklärt die geographischen und geologischen Prozesse auf unserem Planeten. Die Erdkruste ist in eine Reihe von Platten unterteilt, deren Grenzen durch ozeanische Rücken und Gräben definiert sind. Diese Lithosphärenplatten bewegen sich relativ zueinander auf der Asthenosphäre.

An den mittelozeanischen Rücken entsteht neue ozeanische Kruste. Diese erzeugt eine Antriebskraft, die die ältere Kruste verschiebt, bis sie mit einer anderen Platte kollidiert und in sogenannten Subduktionszonen abtaucht.

Ursachen der Plattenbewegung

  • Konvektionsströme: In der Asthenosphäre steigen heißere, weniger dichte Materialströme auf. Sie ziehen die Platten mit sich, bis das Material abkühlt, an Dichte gewinnt und wieder absinkt.
  • Plattenzug (Slab Pull): Die neu gebildete ozeanische Kruste an den Rücken ist heiß und weniger dicht. Mit zunehmender Entfernung vom Rücken kühlt sie ab, wird dichter und sinkt aufgrund ihres Eigengewichts in die Tiefe.
  • Plattenschub (Ridge Push): Die ozeanische Kruste wird an den Rücken angehoben. Die Schwerkraft und der Druck des nachrückenden Materials führen zu einer seitlichen Verdrängung der Platten.

Lithosphärenplatten und ihre Interaktionen

Lithosphärenplatten schwimmen auf der Asthenosphäre, die sich in einem halbfesten Zustand befindet. Man unterscheidet sieben große Platten sowie diverse mittelgroße und kleine Mikroplatten. Die meisten Platten bestehen aus einer Mischung aus ozeanischer und kontinentaler Kruste.

Kontaktzonen zwischen den Platten

Die Interaktionen an den Plattengrenzen werden in drei Typen unterteilt:

  • Divergierende Plattengrenzen: Zwei Platten bewegen sich voneinander weg. Dies ist mit dem Aufstieg von heißem Magma und hoher vulkanischer Aktivität verbunden.
  • Konvergierende Plattengrenzen: Zwei Platten kollidieren. Diese Grenzen werden als destruktiv bezeichnet, da hier Kruste vernichtet wird:
    • a) Ozeanisch-kontinental: Die ozeanische Platte taucht unter die kontinentale Platte ab (Subduktion).
    • b) Ozeanisch-ozeanisch: Die dichtere Platte subduziert unter die andere, was zur Bildung von Tiefseegräben und vulkanischen Inselbögen führt.
    • c) Kontinental-kontinental: Die Kollision zweier Kontinentalmassen führt zur Gebirgsbildung (Obduktion), bei der Sedimente komprimiert und die Kruste verdickt wird.
  • Transformstörungen: Die Platten gleiten seitlich aneinander vorbei. Die Kontaktlinie zwischen diesen Platten wird als Transformstörung bezeichnet.

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