Theorie der Reflexion und Farbtrennverfahren

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Einheit 13: Theorie der Reflexion

Die pigmentierte Farbe wird durch das Licht bestimmt, das von einer Oberfläche reflektiert wird. Dies gilt sowohl für opake Medien (pigmentierte Bereiche) als auch für transparente Filter.

9k =

Die Farbwahrnehmung basiert auf den Prinzipien der additiven Synthese. Jede pigmentierte Oberfläche absorbiert Lichtanteile, die nicht den RGB-Komponenten entsprechen, und reflektiert das verbleibende Licht, welches durch Feedback-Systeme (Auge, Scanner, Kamera) als Farbe interpretiert wird. Eine grüne Oberfläche beispielsweise absorbiert die blauen und roten Lichtanteile und reflektiert die grüne Komponente.

Trennverfahren

Für ein Original mit grüner Oberfläche:

9k =

9k = Tontrennung

Mängel bei der Trennung von Farben und Tönen

Das derzeitige System der Tintenfertigung ermöglicht keine absolut reinen Farben. So enthält beispielsweise die Cyan-Tinte geringe Mengen an Magenta und Gelb. Dies verursacht Fehler bei der Farbtrennung. Ebenso sind Filter nicht rein; ein Rot-Filter lässt oft geringe Anteile von Grün und Blau durch. Diese Pigmentierungsfehler führen zu zwei Arten von Mängeln:

  • Fehler durch unerwünschte Farbanteile: Dies führt zum Vorhandensein komplementärer Farben in jedem Grundfarbkanal und somit zu einem Verlust der Gesamthelligkeit. Das Signal wird durch die Subtraktion der anderen Farbkanäle korrigiert.
  • Fehler durch fehlende Farbanteile: Dies verursacht einen Verlust der Farbsättigung. Da die drei Farben (CMY) zusammen Schwarz erzeugen sollten, ist es notwendig, eine zusätzliche schwarze Tinte (K) zu verwenden, um diesen Fehler auszugleichen.

Eine ideale Tinte würde die entsprechende Farbe vollständig reflektieren und den Rest absorbieren. In der Realität absorbieren Farben jedoch einen Teil des Lichts, das sie reflektieren sollten (fehlende Farbe), und reflektieren teilweise Licht, das sie absorbieren sollten (unerwünschte Farbe).

Flächendeckung (TIC)

Die Flächendeckung, auch bekannt unter der englischen Abkürzung TIC (Total Ink Coverage), bezeichnet die Summe der Prozentwerte der verschiedenen Tinten in den dunkelsten Bereichen eines Bildes.

Vorteile und Nachteile der Reduktionstechniken

Vorteile:

  • Geringere Tintenkosten
  • Reduzierung von Trocknungsproblemen
  • Erhöhung der Druckgeschwindigkeit
  • Stabilere Druckbedingungen
  • Stabile Graubalance
  • Erhöhte Haftung der Tinten
  • Sauberere, gesättigtere Druckergebnisse
  • Verringerung von Problemen bei der Weiterverarbeitung
  • Verbessertes Trapping, da weniger Tinte auf dem Bedruckstoff liegt

Nachteile:

  • Je nach Grad der Reduktion kann das Farbergebnis bei sehr feinen Rasterpunkten verloren gehen.
  • Erfordert eine präzisere Kontrolle der Farb-Wasser-Balance im Offsetdruck.

UCR (Under Color Removal)

UCR (Beseitigung der zugrunde liegenden Farbe) ist eine Technik, die unbunte Farben in den grauen Bereichen eines Bildes eliminiert und durch Schwarz ersetzt. Da UCR weniger Tinte verbraucht, wird es häufig für Zeitungen und ungestrichene Papiere verwendet, die eine höhere Tonwertzunahme aufweisen. Diese Technik wird nur auf neutrale Töne angewendet, um die Farbsättigung in anderen Bereichen zu erhalten und Probleme bei der Trocknung zu vermeiden.

GCR (Gray Component Replacement)

GCR (Beseitigung des grauen Teils) wirkt nicht nur in neutralen Bereichen, sondern im gesamten Farbspektrum. Jede Farbe kann als eine Kombination aus einer Graukomponente und einem Buntanteil betrachtet werden. GCR ersetzt die graue Komponente durch schwarze Tinte. Dies führt zu weniger Tintenverbrauch, besserem Trapping und schnellerer Trocknung. GCR wird häufig bei Comics oder Bildern mit flachen Farben eingesetzt.

UCA (Under Color Addition)

UCA (Hinzufügen von Farbe) besteht darin, in neutralen Bereichen, die zuvor durch UCR bearbeitet wurden, wieder prozentuale Anteile von Cyan, Magenta und Gelb hinzuzufügen. Dies ist ein notwendiger Prozess, um den Verlust der Intensität auszugleichen, wenn die schwarze Tinte allein nicht ausreicht.

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