Theorien des Drogenkonsums und der Abhängigkeit
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Theorien des Drogenkonsums
Die gemeinsame Ebene der Drogenabhängigkeit: der zwanghafte Wunsch, Drogen zu konsumieren. Der Satz „Ich möchte konsumieren“ ergibt sich aus den Erfahrungen der Konsumenten mit der Substanz. Es existiert ein Persönlichkeitsprofil mit einer Prädisposition für Drogenabhängigkeit. Ein einzelner Faktor könnte die Entwicklung begünstigen, sobald das Subjekt einmal mit der Droge in Berührung gekommen ist.
- Szasz: Chemische Aspekte biologischer Veränderungen, zeremonielle Aspekte dieser Veränderungen und biologische Einflüsse auf die Psyche.
- Laplanche: Jeder Drogenkonsument greift auf bereits bestehende Diskurse über Drogen und Drogensucht zurück, sodass dieser Wunsch bei allen Abhängigen ähnliche Eigenschaften aufweist.
Die Beziehung zwischen Subjekt und Droge
Die Konstitution des Wunsches zu konsumieren wird unterschiedlich interpretiert:
- DSM-IV: Fokus auf die chemische Struktur und abhängigkeitserzeugende Wirkstoffe in Bezug auf biologische Veränderungen.
- Psychoanalyse: Das Subjekt wird als abhängigkeitserzeugender Akteur gesehen, basierend auf der unbewussten Bedeutung, die der Drogenerfahrung zugeschrieben wird.
Abnahme von Unlust und Streben nach Vergnügen
Drogen bewirken das Verschwinden von Schmerz und das Erscheinen eines Zustands der Glückseligkeit. Die sogenannte Flash-Erfahrung wird oft als „Orgasmus“ oder „erste mystische Erfahrung des Leidens“ beschrieben.
- Fortgesetzter Konsum: Bei der ersten Erfahrung ist die Freude wichtiger als die Linderung des Leidens.
- Rado: Wenn der Stoff und die Dosen gut gewählt wurden, ist die erste pharmakogene Wirkung so angenehm, dass sie das beeindruckendste Ereignis im gesamten Krankheitsverlauf darstellt.
- De Quincey: „Meine Schmerzen waren verschwunden“ – dies war fortan alltäglich in seinen Augen.
Exzessiver Konsum
Dieser wird genutzt, um mit jeder Art von Leid umzugehen. Die Suche nach Vergnügen steht bei jedem Konsum im Vordergrund. Unangenehme Beziehungen verschwinden je nach Nutzer. Es folgen biologische Veränderungen des Zustands und ein Bewusstsein für die Wirkungen der Substanz im Körper.
Psychische Prozesse und Motivation
Propagation: Der Beginn der Motivation des Konsumenten. Sobald problematischer Konsum beginnt, verändern die Operationen eines Motivationssystems auch andere Systeme. Die defensive Verwertung der User-Experience erzeugt einen angenehmen bewussten und unbewussten Zustand als Ausgleichszufriedenheit im Zusammenhang mit der Droge.
Der Kontext des Drogenkonsums
Der Kontext entspricht oft nicht der Realität. Ein Beispiel ist der Mythos über den Entzug: Die Angst vor dem Leiden wirkt als Verstärker des Konsums, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich an der Krankheit leidet oder nicht. Das Verhältnis zwischen Subjekt und Kontext ist betäubt.
Das System des Konsumwunsches
Der Fokus liegt auf der Haltung des Subjekts zum Drogenkonsum, nicht primär auf der Menge oder Häufigkeit. Die klinische Erfahrung zeigt: Der Wunsch zu konsumieren, die Symptome und die Entwicklung des Verbrauchs in großen Mengen nehmen viel Zeit in Anspruch. Dies führt zu Änderungen im persönlichen Verhalten sowie in der sozialen Arbeit. Die Intentionalität und die Codierung des Konsumwunsches werden dadurch bestimmt, wie das Subjekt sie interpretiert und darauf reagiert.
Selbstbild vor dem Auftreten des Konsumwunsches
- Gefühl von Ohnmacht und Unfähigkeit.
- Der intensive Drang zu „essen“ bzw. zu konsumieren.
- Unmöglichkeit, gegen den Wunsch anzukämpfen.
- Interpretation des Begehrens: Durch den Abhängigen selbst, den Kontext, die Familie oder das Gesundheitspersonal.
Ursachen des Konsumwunsches
Arten des Leidens wie Depression oder Trennungsangst spielen eine zentrale Rolle. Eine Reihe von Bedingungen muss erfüllt sein: Angst in Verbindung mit sexuellen oder aggressiven Wünschen sowie Verfolgungsängste.
Bleichmar: Drogenabhängigkeit kann als Reaktion auf das Leid verstanden werden, das durch Wünsche und Ängste generiert wird. Dies aktiviert motivationale Systeme psychischer Funktionen, narzisstische Wünsche, das sinnlich-sexuelle System sowie Bindungen im Zusammenhang mit der Psychoregulation.