Tibull, Properz und Ovid: Römische Elegiker im Überblick

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Tibull (ca. 50–19/18 v. Chr.)

Bildung und Lebensweg: Tibull diente im Gewerkschaftsflügel des Glücks, war Mitglied der Big-Band-Republikaner und stand dem Kreis der Dichter um Messalla nahe. Als Dichter der Krankenpflege und der Stimmung Korkyras verfasste er Poesie. Danach wandte er sich der Sehnsucht und der Liebe zu, die er in seinen Gedichten besingt.

Werk

  • Bibliotheken: Zehn Elegien in zwei Büchern (Buch 1 und 2), wobei das zweite Buch wohl erst nach seinem Tod erschien.
  • Messalla-Kreis: Ein dritter Teil (Buch 3) mit 20 Gedichten, der Elegien und Panegyrik enthält, darunter Lobgedichte auf Messalla.
  • Weitere Gedichte: Sechs Madrigale sowie Elegien über Gold, Liebe, Krieg, Tod und Beerdigung.

Tibulls Elegien sind geprägt von Liebe, Sehnsucht und einem idyllischen Landleben.

Properz (ca. 47–15 v. Chr.)

Leben: Properz gehörte zum Dichterkreis um Maecenas und stand Ovid und Bassus nahe. Er besang seine Geliebte Cynthia, die im Mittelpunkt seiner Dichtung steht.

Werk

  • Elegien: Vier Bücher Elegien. Im ersten Buch Cynthia monobiblos (22 Gedichte) besingt er die Liebe zu Cynthia; im zweiten Buch folgen weitere Liebesgedichte.
  • Epistula: Eine Elegie in Briefform an einen Freund (Buch 1, 34 Elegien) behandelt verschiedene Aspekte der Liebe.
  • Buch 3: 25 Gedichte, die sich mit der Liebe, Trauer und dem Lob auf Augustus und Maecenas befassen.
  • Buch 4: Elegien, die von Mythologie und römischen Themen inspiriert sind.

Themen

  • Leidenschaft: Unwiderstehliche Leidenschaft und Liebe als Krankheit.
  • Menschliches Drama: Fatalität, Leiden der Liebe und tragische Größe.
  • Romantische Imagination: Unregelmäßigkeiten in Beziehungen, Verweise auf Traum und Vergnügen.

Ovid (43 v. Chr. – 17/18 n. Chr.)

Leben: Ovid stammte aus einer Ritterfamilie in Sulmo (Sulmona). Er widmete sich früh der Poesie und war mit Tibull und Properz befreundet. Seine Dichtung war nicht von Ausschweifung oder Mystik geprägt.

Werk

  • Liebesdichtung: Amores (fünf Bücher), Heroides (Briefe mythologischer Heldinnen), Ars amatoria (drei Bücher) und Remedia amoris.
  • Tragödie: Medea (verloren), ein Werk, das sich an den griechischen Tragikern orientiert.
  • Metamorphosen: Epos in Hexametern über Verwandlungen aus der griechischen Mythologie.
  • Fasti: Festkalender der Römer in sechs Büchern, die römische Feste und Mythen behandeln.
  • Exil-Elegien: Tristia (fünf Bücher) und Epistulae ex Ponto (vier Bücher), in denen Ovid aus der Verbannung um Gnade bittet.

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