Timing und Projekt-Monitoring in der Softwareentwicklung
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Artikel 3: Timing und Projekt-Monitoring
Probleme bei der Softwareauslieferung und Lösungsansätze
Zwar gibt es viele Gründe, warum Softwareprojekte verspätet abgeschlossen werden, die häufigsten sind:
- 1. Unrealistische Liefertermine: Der Termin wurde von Personen außerhalb des Teams festgelegt.
- 2. Anforderungsänderungen: Änderungen durch Kunden wurden in der Planung nicht berücksichtigt.
- 3. Unterschätzung des Aufwands: Der benötigte Aufwand und die Ressourcen wurden falsch eingeschätzt.
- 4. Technische Schwierigkeiten: Probleme konnten im Voraus nicht absehbar sein.
- 5. Mangelnde Kommunikation: Defizite in der Abstimmung innerhalb des Projektteams.
- 6. Fehlende Reaktion: Der Projektleiter erkennt Verzögerungen nicht oder ergreift keine Gegenmaßnahmen.
Da im Software-Engineering aufgrund verschiedener Druckfaktoren Liefertermine oft sehr aggressiv angesetzt werden, empfehlen wir folgende Schritte:
- 1. Detaillierte Schätzung: Erstellung einer präzisen Schätzung für den erforderlichen Aufwand und die Projektdauer.
- 2. Inkrementelle Entwicklung: Nutzung von Prozessmodellen, um kritische Funktionen zuerst zu liefern und weitere Funktionen später zu ergänzen.
- 3. Kommunikation mit dem Kunden: Erläuterung der unrealistischen Fristen und Angebot einer alternativen, inkrementellen Entwicklung.
Timing ist eine Tätigkeit, bei der der Manager den geschätzten Aufwand über die voraussichtliche Dauer des Projekts verteilt und die Aufgaben den spezifischen Tätigkeiten des Software-Engineerings zuweist.
Grundsätze für die Zeitplanung
Die Konzepte, die der Planung zugrunde liegen, sind:
- Spaltung: Unterteilung des Projekts in überschaubare Aktivitäten und Aufgaben.
- Interdependenz: Bestimmung der Beziehungen zwischen den Aufgaben (Reihenfolge). Es gibt Tätigkeiten, die sequenziell durchgeführt werden müssen, und solche, die parallel laufen können.
- Verteilung der Zeit: Jede Aufgabe benötigt einen Aufwand, ein Startdatum und ein Enddatum.
- Validierung des Aufwands: Überprüfung der Ressourcen, um eine Tätigkeit innerhalb der vorgesehenen Zeit zuzuweisen.
- Aufteilung der Zuständigkeiten: Zuweisung von Ergebnissen oder Leistungen an einzelne Teammitglieder.
- Definition von Meilensteinen: Festlegung bedeutender Zeitpunkte oder Etappenziele im Projektverlauf.
Temporäre Programmierung
„Berechnung von Zeit, Ressourcen, Kosten und Personal, die an der Entwicklung eines Projekts beteiligt sind, um den Prozess zu steuern.“
Definition eines Aufgabennetzwerks
Ein Aufgabennetzwerk definiert die Abhängigkeiten einzelner Aufgaben und Teilaufgaben in ihrer Reihenfolge. Da ein Projekt oft von mehreren Personen bearbeitet wird, können Aktivitäten parallel ausgeführt werden. Dies erfordert eine präzise Planung und Steuerung, da interdependente Aufgaben nicht vor dem Abschluss ihrer Vorgänger gestartet werden sollten. Ein Aufgabennetzwerk ist eine grafische Darstellung der Aufgabenstruktur des Projekts.