Tourismus in Spanien: Geschichte, Angebot und Zukunft
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Die Entwicklung des Tourismus in Spanien
Seit den 60er Jahren hat Spanien einen massiven touristischen Aufschwung erlebt und entwickelte sich zu einer der führenden Mächte in diesem Sektor. Dies ist sowohl auf den internationalen Tourismus als auch auf das wachsende Volumen an Inlandsreisen zurückzuführen.
Das touristische Angebot und die Infrastruktur
Das touristische Angebot wird durch die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen gefördert, die auf internationalen Messen und in Auslandsbüros präsent sind. Reisebüros vermitteln Dienstleistungen für Unterbringung und Erholung. Seit 1990 hat das Angebot stark zugenommen:
- Über eine Million Hotelplätze in erweiterten Hotelketten (durch Übernahmen und Franchising).
- Mehr als zehn Millionen Plätze in Nicht-Hotel-Betrieben.
- Gastronomie: Fokus auf Cafeterias und Bars (insbesondere die 2-Gabel-Kategorie, die dem Durchschnittsniveau entspricht).
- Freizeit: Fokus auf Sportanlagen, Freizeitparks und Golfplätze.
Herausforderungen und Wettbewerbsfähigkeit
Der Sektor steht vor aktuellen Problemen wie steigenden Preisen ohne entsprechende Qualitätsverbesserung sowie einer gewissen Unflexibilität bei der Anpassung an die Nachfrage. Zudem wächst die Konkurrenz durch:
- Andere europäische Länder.
- Mittelmeerländer in Nordafrika.
- Die wachsende Attraktivität osteuropäischer Länder.
Zur Lösung dieser Probleme wird versucht, den Tourismus durch die Schaffung einer besseren Infrastruktur, eine räumliche Umgestaltung und eine geringere Abhängigkeit von ausländischen Reiseveranstaltern zu beleben.
Analyse der touristischen Nachfrage
Die Nachfrage stieg seit den späten 50er Jahren stetig an. Nach dem EU-Beitritt stieg die Besucherzahl bis 1999 auf 76,3 Millionen ausländische Touristen. Die beliebtesten Ziele für das Segment "Sonne und Strand" sind:
- Balearen
- Katalonien
- Andalusien
- Comunidad Valenciana
Auch die Inlandsnachfrage wächst seit den 60er Jahren, wobei Reisende aus Industriegebieten bevorzugt Ziele wie Andalusien, Katalonien, Valencia und Kastilien-León besuchen.
Saisonalität und nachhaltige Lösungen
Ein Hauptproblem ist die übermäßige Saisonalität. Etwa 80 % der ausländischen Touristen kommen zwischen Juni und September (Hauptsaison), während im Winter (außer in Skigebieten und auf den Kanaren) Nebensaison herrscht. Die nationale Nachfrage konzentriert sich stark auf den August. Diese Überbeanspruchung führt zur Sättigung der Infrastruktur, Qualitätsverlust und Umweltproblemen. Um dies zu lösen, werden neue Tourismusformen gefördert:
- Seniorentourismus
- Sporttourismus
- Ländlicher Tourismus
- Ökotourismus