Traditionelle Musik und kulturelle Einflüsse

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Europäische Musik als Mosaik

Die europäische Musik ist ein Mosaik, das die Vielfalt der Menschen widerspiegelt, die die Mehrheit auf dem Festland ausmachen. Diese Vielfalt ist ein charakteristisches Merkmal der europäischen Musik, was eine Klassifikation erschwert. Es lassen sich drei große Bereiche unterscheiden:

  • Westeuropa: Völker germanischen Ursprungs, die miteinander verwandte Sprachen sprechen.
  • Osteuropa: Wird von einer slawischen Mehrheit bewohnt und ist stark von der orthodoxen Liturgie sowie der osteuropäischen Musik beeinflusst.
  • Südeuropa: Wird von Völkern bewohnt, die romanische Sprachen sprechen.

Grundlegende Merkmale der europäischen Musik

Die europäische Musik zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Melodie: Verwendung von Dur-Modi, Tönen und Halbtönen.
  • Rhythmus: Der Puls und Rhythmus tendieren dazu, konstant zu sein, mit regulären Takten.
  • Stimme und Instrumente: Es werden verschiedene Gesangstechniken verwendet. Die am häufigsten genutzten Instrumente sind Saiten- und Blasinstrumente.
  • Charakter: Es handelt sich um eine Musik, die weniger partizipativ und im Wesentlichen spielerisch (aufführend) ist.

Musik in den Vereinigten Staaten

Die amerikanischen Ureinwohner (Indianer), die den nordamerikanischen Kontinent bewohnten, wurden praktisch vernichtet. Wir kennen heute nur noch einige Aspekte der indianischen Musik. Es ist bekannt, dass sie rituellen Tänzen und Gesängen große Bedeutung beimaßen, um Krankheiten zu heilen.

Begegnung und Verschmelzung der Kulturen

Die Musik in den USA entstand aus einer Verschmelzung verschiedener Einflüsse:

  • Europäisches Erbe: Die Country-Musik, die in den Vereinigten Staaten entstand, stammt aus der britischen und irischen Tradition.
  • Afrikanischer Einfluss: Mit der Sklaverei kamen ab dem 17. Jahrhundert Tausende von Afrikanern auf die Plantagen. Sie brachten eine besondere Art der Bewegung und des Singens bei der Arbeit mit. Ihre spirituelle Musik (Spirituals), ihre Lieder und der Kontakt mit europäischen Musikern führten schließlich zur Entstehung von Jazz und Rock 'n' Roll.

Das Lied in Westeuropa

Der wichtigste Beitrag Westeuropas zur Musik ist das traditionelle Volkslied. Es handelt sich um meist kurze Vokalkompositionen, die von Instrumenten begleitet werden. Der Ursprung des Liedes liegt im Gesang der Troubadoure und Minnesänger des Mittelalters.

Merkmale des Liedes

  • Einfache Struktur: Meist bestehend aus zwei Teilen (Strophe/Vers) und einem eingängigen Refrain.
  • Funktionalität: Die thematische Vielfalt und die verschiedenen musikalischen Behandlungen bedeuten, dass es Lieder für jeden Anlass oder jede Stimmung gibt.
  • Anpassungsfähigkeit: Die Entwicklung des Liedes von den Troubadours bis in unsere heutige Zeit wurde dank seiner einfachen Anpassungsfähigkeit möglich.

Lateinamerikanische Musik

Als lateinamerikanisch bezeichnet man alle Länder Lateinamerikas, die von Portugiesen, Spaniern und Franzosen kolonisiert wurden. Die Ureinwohner Amerikas (Indianer) waren in eine große Anzahl ethnischer Gruppen unterteilt, die einen unterschiedlichen Entwicklungsstand erreicht hatten.

Der dreifache musikalische Einfluss

Seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich in Lateinamerika ein Prozess der musikalischen Verschmelzung. Das Ergebnis zeigt sich in:

  • Das Erbe (der Code): Viele der Lieder gehören zu den lateinamerikanischen Volkstraditionen, die von der Iberischen Halbinsel stammen.
  • Rhythmus und Melodie: Der wichtigste Beitrag der Afroamerikaner war ihr angeborenes Rhythmusgefühl.
  • Instrumente: Maracas und Rasseln, wie sie auch in der heutigen Popmusik verwendet werden, begleiteten schon seit alten Zeiten die Tanzlieder der Ureinwohner.

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