Transaktionsanalyse: Spiele, die Menschen spielen
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Transaktionen zwischen Menschen
Transaktionen finden zwischen einem oder mehreren Ich-Zuständen einer Person und einem oder mehreren Ich-Zuständen einer anderen Person statt.
Arten von Transaktionen
- Ergänzende Transaktion: Tritt auf, wenn eine Nachricht von einem bestimmten Ich-Zustand gesendet wird und die erwartete Antwort vom entsprechenden Ich-Zustand der anderen Person erfolgt.
- Überkreuz-Transaktionen: Eine häufige Quelle für Ressentiments. Sie entstehen, wenn die Reaktion auf einen Reiz unerwartet ist, was zu Verwirrung oder einem Abbruch der Kommunikation führt.
- Verdeckte Transaktionen: Hierbei handelt es sich um eine doppelte Botschaft, bei der eine verborgene Ebene mitschwingt.
Psychologische „Coupons“ (Streicheleinheiten)
Menschen sammeln emotionale „Coupons“ (Gefühle):
- Gold: Positive, psychisch gesunde Gefühle.
- Farben: Rot (Wut), Grau (schlecht), Blau (Depression/Verletzung), Weiß (Reinheit/Gerechtigkeit), Grün (Neid).
Spiele, die Menschen spielen
Ein Spiel besteht aus einer Reihe von Transaktionen, die oberflächlich akzeptabel erscheinen, aber eine verdeckte Botschaft und eine negative Belohnung am Ende beinhalten.
Bekannte Spielmuster
- „Ja, aber...“: Unter dem Vorwand, Rat zu suchen, werden alle Vorschläge abgelehnt, um den Ratgeber schließlich zu frustrieren.
- „Gib mir einen Tritt“: Der Spieler provoziert andere dazu, ihn schlecht zu behandeln, um eine negative Bestätigung zu erhalten.
- „Verfolgt (Überwältigt)“: Ein Spiel, um den eigenen Zusammenbruch oder Depressionen zu rechtfertigen (z. B. durch exzessives Arbeiten).
- „Schau, was du mich hast tun lassen“: Dient dazu, anderen die Schuld für eigene Fehler zuzuweisen.
- „Lunchbox“: Manipulation durch eine gespielte Position der Gerechtigkeit.
- „Der Dumme“: Sich über eigene Fehler beklagen, um „graue Coupons“ zu sammeln.
- „Rincon“: Die ständige Frage: „Was mache ich immer falsch?“
- „Standard“: Jemanden für alles loben, bis auf einen kleinen Fehler.
- „Ich versuche nur zu helfen“: Ratschläge geben, um sich überlegen zu fühlen, und dann die Ablehnung beklagen.
- „Pata Palo“: Gespräch über den Standard anderer Menschen.
- „Beobachte, wie ich es versucht habe“: Verantwortung für das Scheitern ablehnen, da man es ja „versucht“ habe.
- „Lärm“: Machtdemonstration durch Herabwürdigung anderer.
- „Ich hab dich erwischt, du...“: Den anderen bei einem Fehler ertappen, um ihn leiden zu lassen.
Wie man psychologische Spiele stoppt
Spiele können beendet werden, indem man sich weigert, die erwartete Rolle einzunehmen oder die Belohnung zu liefern:
- Geben Sie eine unerwartete Antwort.
- Hören Sie auf, eigene Fehler oder Verdienste zu übertreiben.
- Vermeiden Sie es, die Mängel oder Verdienste anderer zu bewerten.
- Bevorzugen Sie positive „Gold-Coupons“ gegenüber negativen.
- Strukturieren Sie Ihre Zeit durch sinnvolle Aktivitäten, Privatsphäre und Unterhaltung.
- Verlassen Sie das Drama-Dreieck: Hören Sie auf, den Retter, das Opfer oder den Verfolger zu spielen.