Tsunamis und Vulkanausbrüche: Ursachen und Prävention
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Ursachen und Entstehung von Tsunamis
Erdbeben sind die Hauptursache von Tsunamis, die in geringerem Maße auch durch Vulkanausbrüche verursacht werden können. Um einen Tsunami auszulösen, ist es notwendig, dass das Erdbeben zu Beginn eine abrupte vertikale Bewegung des Meeresbodens verursacht. Dadurch wird das Meer aus seinem normalen Gleichgewicht gebracht und erzeugt große Tsunami-Wellen. Die Größe und der Umfang dieser Wellen werden durch das Erdbeben oder den Vulkanausbruch bestimmt, wobei diese Wellen deutlich größer als üblich sind.
Gefahrengebiete weltweit
Große Bereiche des Planeten sind durch Tsunamis gefährdet:
- Indonesien
- Santorin (Griechenland)
- Japan
Die fünf verheerendsten Tsunamis
- Indonesien (2004): Dieser Tsunami tötete 230.000 Menschen und führte zu einem massiven Verlust an Infrastruktur sowie der Versorgung mit Wasser, Nahrung und Unterkünften. Das Ereignis war so gewaltig, dass sich die Erdrotationsachse verschob und die Länge der Tage um 2,6 Mikrosekunden verkürzte.
- Sri Lanka (2004): Nach Indonesien war dies das am stärksten betroffene Land. Es gab zahlreiche Tote sowie zerstörte Küsten und Kulturen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führte.
- Indien (2004): Hier gab es 9.000 Tote und 100 Vermisste. Tausende von Menschen sind auch heute noch auf Unterstützungszentren angewiesen.
- Thailand (2004): Die Kulturen, Küsten und die Infrastruktur im Osten wurden zerstört, was finanzielle Verluste in Millionenhöhe und irreparable psychische Probleme verursachte.
- Somalia (2004): Das Beben traf Somalia aufgrund der schmerzhaften Umstände für Notfälle besonders hart. Es gab zahlreiche Tote und Vermisste. Insgesamt forderte die Katastrophe 230.000 Tote, 2 Millionen Menschen blieben ohne humanitäre Hilfe und 5 Millionen wurden obdachlos. Das Beben hatte eine Stärke von 9,0 auf der Richter-Skala. Die freigesetzte Energie entsprach etwa 475 Megatonnen (ca. 23.000 Hiroshima-Bomben) und beeinflusste den gesamten Planeten, was auf einem Drittel der Erde bemerkt wurde und die Erdrotation veränderte.
Prävention von Vulkanausbrüchen
Die Prävention von Vulkanausbrüchen sowie alle Maßnahmen mit dem Ziel der Risikominderung werden als vulkanische Prävention definiert. Dies bedeutet, bereits vor und während einer Eruption sowie während deren Entwicklung zu handeln. Jede Prävention erfordert die vorherige Kenntnis der vulkanischen Prozesse und Risiken, abhängig von den besonderen Merkmalen des jeweiligen Gebiets.
Vulkanismus auf den Kanarischen Inseln
Unser Land besitzt mit der Autonomen Region der Kanarischen Inseln ein Gebiet mit erheblicher vulkanischer Aktivität. Der Vulkan Teide (Teneriffa) wurde zusammen mit 15 weiteren Vulkanen weltweit von der UNO als „Vulkan-Labor“ für das Programm der Internationalen Dekade für Katastrophenhilfe (1990-2000) ausgewählt. Dies unterstreicht, dass der Teide von der internationalen Gemeinschaft als Hochrisiko-Vulkan angesehen wird. Die Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs; Eruptionen treten dort seit mehr als 20 Millionen Jahren auf. Diese Aktivität hält bis heute an, wobei der letzte Ausbruch der des Vulkans Teneguía (Fuencaliente, La Palma) im Oktober 1971 war.
Maßnahmen zur Risikominderung
Wenn man in einem aktiven vulkanischen Gebiet lebt, ist es notwendig, präventive Maßnahmen in folgenden Bereichen zu entwickeln:
- Das Wissen um die laufende Überwachung der vulkanischen Aktivität
- Systeme zur Landnutzung und Landmanagement
- Notfallplanung
- Bildung und Öffentlichkeitsarbeit
Methoden zur Korrektur nach Ausbrüchen
Die Korrekturmethoden sind oft einfach: Es wird gewartet, bis der Ausbruch vorbei ist, um die Auswirkungen auf eine Region zu bewerten (wobei Evakuierungen bereits im Rahmen der Prävention stattfinden sollten). Danach bleibt oft nichts anderes übrig, als beschädigte Bereiche zu reparieren und Flüchtlingslager für Obdachlose einzurichten. Es gibt jedoch auch mildere Maßnahmen zur Dämpfung der Auswirkungen, wie das Graben von Kanälen, um die Lava an einen bestimmten Ort zu leiten.