Tumorarten, Stoffwechselkrankheiten und Gesundheitsrisiken

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Tumorbildung und Krebs

Ein Tumor entsteht in gesundem Gewebe, wenn Zellen sich unkontrolliert vermehren, anstatt alte oder beschädigte Zellen zu ersetzen. Dieses Gleichgewicht ist gestört, wenn zu viele Zellen produziert werden oder alte Zellen nicht absterben.

Gutartige Tumoren

Die meisten Tumoren sind gutartig. Sie wachsen nur lokal und breiten sich nicht aus.

Bösartige Tumoren (Krebs)

Malignome sind bösartige Tumoren, deren Zellen vom ursprünglichen Ort abwandern und neue Tumoren in anderen Körperteilen bilden können. Ihre Merkmale sind:

  • Invasivität: Die Fähigkeit, in benachbartes Gewebe einzudringen.
  • Metastasierung: Die Fähigkeit, über Blut- und Lymphbahnen in andere Körperregionen zu gelangen und dort Tochtergeschwülste zu bilden.

Behandlung von Krebs

  1. Chirurgie: Entfernung der Tumormasse.
  2. Strahlentherapie: Einsatz von Strahlung zur Verkleinerung von Krebszellen.
  3. Chemotherapie: Verabreichung von Medikamenten zur Abtötung von Krebszellen.
  4. Hormonpräparate: Wirksam bei Krebsarten, die Hormone für ihr Wachstum benötigen.
  5. Immuntherapie: Stärkung des Immunsystems, um den Tumor zu bekämpfen.

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten

Diabetes mellitus

Eine chronische Erkrankung, die durch einen teilweisen oder vollständigen Mangel an Insulin entsteht – einem Hormon, das den Blutzuckerspiegel kontrolliert.

Fettleibigkeit (Adipositas)

Definiert als überschüssiges Körperfett, verursacht durch verschiedene Faktoren wie Genetik, das Hormonsystem, Stoffwechselstörungen oder Umweltfaktoren.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Myokardinfarkt (Herzinfarkt)

Tritt auf, wenn ein Teil des Herzmuskels nicht mehr mit Blut versorgt wird, meist durch eine Verstopfung der Koronararterien.

Schlaganfall

Entsteht, wenn die Blutversorgung eines Gehirnareals unterbrochen wird, meist durch ein Blutgerinnsel in einer Hirnarterie.

Risikofaktoren

  • Nicht modifizierbar: Fortgeschrittenes Alter, Geschlecht oder familiäre Vorbelastung.
  • Modifizierbar: Tabakkonsum, Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin, Übergewicht und Stress.

Atemwegserkrankungen

  • Obstruktive Lungenerkrankung: Durch Verengung oder Obstruktion der Atemwege wird das Volumen der ausgeatmeten Luft reduziert (z. B. Asthma, Bronchitis).
  • Restriktive Lungenerkrankung: Durch den Verlust der Lungenelastizität reduziert sich das Gesamtvolumen der Lunge.

Psychische Erkrankungen

Für psychische Erkrankungen existieren wirksame Therapien. Dennoch suchen Betroffene oft aus Scham oder Angst keine Hilfe. Es ist wichtig, psychisch Kranke mit Würde zu behandeln und sie nicht auf ihre Diagnose zu reduzieren.

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