Der Übergang zur Moderne: Industrielle Revolution & Wandel

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Übergang von der Moderne zur Zeitgeschichte (spätes 18. Jahrhundert)

Politische Veränderungen durch die Französische Revolution

Absolute Monarchien wurden durch Republiken und konstitutionelle Monarchien ersetzt. Der Liberalismus löste den Absolutismus als vorherrschende Ideologie ab.

Sozioökonomische Veränderungen durch die Industrielle Revolution

Die Gesellschaft wandelte sich zu einer Klassengesellschaft. Städte wuchsen, der Kapitalismus wurde zum dominierenden Wirtschaftssystem und die industrielle Produktion verdrängte die Landwirtschaft.

Definition: Kapitalismus

Ein Wirtschaftssystem, das auf der Investition von Kapital zur Gewinnerzielung basiert. Die Produktionsmittel befinden sich in Privatbesitz.

Die Industrielle Revolution

Ein globaler Prozess tiefgreifender Veränderungen, der alle Lebensbereiche des Menschen betraf.

  • Prozess: Eine Abfolge von Ereignissen und Entwicklungen.
  • Wirtschaft: Neue Formen der Produktion, des Austauschs und des Konsums von Waren und Dienstleistungen.
  • Produktion: Waren wurden nicht mehr von Hand, sondern durch Maschinen in Fabriken gefertigt.

Soziale und wirtschaftliche Folgen

Die industrielle Revolution löste eine Kettenreaktion aus:

  • Wirtschaftlicher Wandel: Entstehung von Fabriken und Maschinen.
  • Sozialer Wandel: Entstehung der Arbeiterklasse (Fabrikarbeiter).
  • Ideologischer Wandel: Aufgrund schlechter Lebensbedingungen bildeten Arbeiter Gewerkschaften, um bessere Arbeitsbedingungen, Hygiene, höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten zu fordern (Streiks). Zudem entstanden sozialistische Ideologien als Kritik am Kapitalismus.

Die gesteigerte Produktion durch Maschinen führte zu höheren Gewinnen für das Bürgertum. Gebäude + Kapital + Maschine = Fabrikarbeit.

Produktivität

Das Verhältnis zwischen Zeitaufwand und Produktionsmenge. Während Handwerker mit eigenen Werkzeugen arbeiteten, waren Arbeiter keine Eigentümer der Produktionsmittel und wurden angestellt.

Begriffsdefinitionen

  • Stände: Erbliche soziale Gruppen.
  • Bourgeoisie: Die gesellschaftliche Klasse der Besitzer von Produktionsmitteln.
  • Staat: Ein Territorium mit Regierung und festen Grenzen.
  • Urbanisierung: Zunahme der Anzahl und Größe von Städten.
  • Migration: Bevölkerungsbewegungen. Bei der internen Migration zogen Bauern vom Land in die Stadt, da sie ihre Felder aufgrund von Einzäunungen und fehlendem Kapital aufgeben mussten.

Soziale Folgen der Industrialisierung

Es bildete sich eine Klassengesellschaft, in der soziale Mobilität (Auf- und Abstieg) möglich wurde, im Gegensatz zur starren Ständegesellschaft.

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