Umweltauswirkungen fossiler Brennstoffe und Chemikalien

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Kohlendioxid (CO2)

Eine der gravierendsten Auswirkungen der Nutzung fossiler Brennstoffe auf die Umwelt ist die zunehmende Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre. Die atmosphärischen CO2-Werte waren über Jahrhunderte stabil, sind jedoch seit 1750 um 30 % angestiegen.

Die Bedeutung dieser Änderung liegt im Treibhauseffekt: Atmosphärisches Kohlendioxid verhindert, dass langwellige Strahlung in den Weltraum entweicht. Dies führt zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre. Eine erhebliche globale Erwärmung hätte schwerwiegende Folgen:

  • Beschleunigtes Abschmelzen der Polkappen und Anstieg des Meeresspiegels
  • Regionale und globale Klimaveränderungen
  • Störung der natürlichen Vegetation und Beeinträchtigung der Landwirtschaft

Im 20. Jahrhundert stieg die globale Durchschnittstemperatur um 0,6 °C. Wissenschaftler prognostizieren für den Zeitraum von 1990 bis 2100 einen weiteren Anstieg zwischen 1,4 und 5,8 °C.

Versauerung

Ebenfalls mit der Nutzung fossiler Brennstoffe verbunden ist die Versauerung durch die Emission von Schwefeldioxid und Stickoxiden aus Kraftwerken und Kraftfahrzeugen. Diese Produkte reagieren mit Sonnenlicht, Feuchtigkeit und Oxidationsmitteln zu Schwefel- und Salpetersäure.

Diese Säuren werden durch atmosphärische Zirkulation transportiert und gelangen als saurer Regen (oder als trockene Deposition von Partikeln und Gasen) auf die Erdoberfläche. Saurer Regen ist ein globales Problem, da er:

  • Metalle korrodiert
  • Gebäude und Denkmäler aus Stein beschädigt
  • Vegetation schädigt oder zerstört

Zerstörung der Ozonschicht

In den 1970er und 1980er Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass menschliche Aktivitäten die Ozonschicht schädigen – jene Region der Atmosphäre, die den Planeten vor schädlichen UV-Strahlen schützt. Ohne diese Schicht, die etwa 40 km über dem Meeresspiegel liegt, wäre Leben auf der Erde unmöglich.

Studien zeigten, dass Ozon durch den zunehmenden Einsatz von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) beeinträchtigt wird, die in Klimaanlagen, Reinigungslösungen, Verpackungsmaterialien und Aerosolen verwendet wurden. Chlor, ein Nebenprodukt der FCKW, greift Ozonmoleküle an, spaltet sie auf und zerstört so die Schutzschicht.

Untersuchungen ergaben 1985 ein großes Ozonloch über der Antarktis, in dem saisonal 50 % oder mehr des Ozons verschwanden. Im Jahr 2001 erreichte das Loch eine Fläche von 26 Millionen Quadratkilometern.

Chlorkohlenwasserstoffe

Die umfangreiche Verwendung synthetischer Pestizide auf Basis von chlorierten Kohlenwasserstoffen in der Schädlingsbekämpfung hat verheerende Nebenwirkungen auf die Umwelt:

  • Langlebigkeit: Diese Organochlorpestizide sind sehr widerstandsfähig gegen biologischen Abbau.
  • Anreicherung: Sie sind schwer wasserlöslich, haften an Pflanzengewebe und reichern sich im Boden sowie im Schlamm von Gewässern an.
  • Globale Verbreitung: Einmal verflüchtigt, verteilen sich diese Pestizide weltweit und kontaminieren selbst abgelegene Gebiete wie die Arktis und Antarktis.

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