Umweltfragen und ökologische Herausforderungen
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Was ist Umweltverschmutzung?
Umweltverschmutzung ist eine Störung der Umwelt durch physikalische (z. B. Temperatur), chemische (z. B. Schwermetalle im Wasser) oder biologische Einwirkungen (z. B. Abwasser) in ausreichender Konzentration an bestimmten Orten. Sie hängt von menschlichen Handlungen ab, wie etwa der Zunahme von Abfall, dem Verlust der biologischen Vielfalt, Wüstenbildung und dem Klimawandel. Die natürliche Umwelt wird durch anthropogene Einflüsse verändert.
Das Verursacherprinzip
Das Verursacherprinzip besagt, dass der Verursacher für die notwendige technische Ausrüstung zur Reduzierung der Verschmutzung aufkommen muss. Heutzutage werden jedoch oft lieber Geldbußen gezahlt, da diese im Vergleich zu den Sanierungskosten niedriger sind.
Warum verlagern Unternehmen ihre Produktion?
Multinationale Unternehmen verlagern ihre Produktion in Länder mit minimalen Umweltvorschriften, um Kosten zu senken. Dies bietet Vorteile durch billige Arbeitskräfte und geringe ökologische Kosten, da die Abfallbehandlung dort kaum oder gar nicht reguliert ist.
Was ist die Atmosphäre?
Die Atmosphäre ist eine komplexe, dünne gasförmige Hülle, die die Erde umgibt. Ihre Zusammensetzung hängt stark von der Höhe ab. Sie besteht aus mehreren Schichten, darunter die Troposphäre (ca. 10 km). Ihre Aufgabe ist der Schutz vor ultravioletter Strahlung, die Verringerung von Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht sowie der Schutz vor Meteoriten. Die größte Quelle der Luftverschmutzung ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Kohle und Erdgas.
Wichtige Arten der Luftverschmutzung
- CO: Aus der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen und Biomasse.
- CO2, SO2, NH3, Stickoxide: Aus der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen.
- CH4: Aus der Gewinnung von Brennelementen und radioaktiven Abfällen.
- SH2: Aus der Papierindustrie und Raffinerien.
- CH3Br: Aus der Begasung.
- HCl: Aus der Verbrennung von Kohle und Kunststoffen.
Folgen: Saurer Regen und photochemischer Smog
Die Verbrennung fossiler Brennstoffe erzeugt große Mengen an Schwefel- und Stickoxiden. Diese führen durch chemische Prozesse zur Bildung säurehaltiger Verbindungen, die als saurer Regen auf die Erdoberfläche gelangen. Photochemischer Smog (Rauch und Nebel) tritt in städtischen Gebieten auf, die oft Wärmeinseln bilden, wodurch Schadstoffe nicht verdünnt werden, sondern in der Luft verbleiben.
Was ist Ozon?
Die Ozonschicht befindet sich in der oberen Atmosphäre (30 bis 50 km Höhe). Sie schützt die Erde vor schädlicher UV-Strahlung, die Hautkrankheiten wie Hautkrebs verursachen und die zelluläre DNA verändern kann. FCKW (verwendet in Kältemitteln und Spraydosen) schädigen diese Schicht und tragen zudem als Treibhausgase zur Erderwärmung bei.
Ursachen der Wasserverschmutzung
Wasserverschmutzung entsteht durch organische Abfälle, chemische Erzeugnisse (Landwirtschaft und Viehzucht), Abwässer sowie industrielle Abfälle (Chemie, Flüsse).
Arten wassergefährdender Stoffe
- Nährstoffe: Organische Substanzen, die das Pflanzenwachstum fördern und den Sauerstoffgehalt (O2) senken.
- Sauerstoffzehrende Abfälle: Substanzen, die dem Wasser Sauerstoff entziehen.
- Krankheitserreger: Bakterien und Viren aus organischen Abfällen.
- Schwermetalle: Hochgiftig; gelangen in die Nahrungskette.
- Organische Verbindungen: Pestizide, Kunststoffe, VOC.
- Thermische Verschmutzung: Erwärmung des Wassers durch industrielle Kühlprozesse, was den Sauerstoffgehalt senkt.
- Sedimente: Unlösliche Teilchen, die den Lichteinfall reduzieren.
Wüstenbildung vs. Desertifikation
Desertifikation: Prozess der ökologischen Degradation, bei dem der Boden unproduktiv wird und wüstenähnliche Bedingungen annimmt. Wüstenbildung: Prozess der Verschlechterung der Bodenqualität durch menschliche Aktivitäten wie Brände, Abholzung, Überweidung, chemische Belastung, unangemessene Landwirtschaft, Bodenverdichtung, Raubbau an Wasser und Urbanisierung.
Gefahren der Wüstenbildung
Besonders betroffen ist der afrikanische Kontinent. Die Folgen sind Wasserknappheit, Brandgefahr, Epidemien, Armut, Hunger und soziale Unruhen.
Ursachen des modernen Artensterbens
Verlust oder Beeinträchtigung von Lebensräumen (Abholzung, Verschmutzung, Klimawandel) sowie Nachstellung durch invasive Arten.
Was bedeutet Biodiversität?
Biodiversität umfasst die Vielfalt der Arten, die Anzahl der Individuen, die Vielzahl der Ökosysteme und die genetische Vielfalt. Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt wurde 1992 in Rio de Janeiro unterzeichnet.
Aussterberaten
Jeden Tag sterben mehr als 150 Arten aus. Jährlich sind zwischen 18.000 und 55.000 Arten betroffen.
Nutzen von Wildpflanzen und Algen
25 % der Medikamente basieren auf Derivaten von Wildpflanzen. Algen könnten aufgrund ihres hohen Gehalts an Eiweiß, Vitaminen und Mineralien bei einer wachsenden Weltbevölkerung ein wichtiges Nahrungsmittel werden.
Bedeutung tropischer Wälder
Sie beherbergen etwa die Hälfte aller Arten der Erde. Die größte Bedrohung ist die unkontrollierte Abholzung für Landwirtschaft, Holzgewinnung, Viehzucht, Bergbau und Infrastruktur.
Biodiversität in Spanien
Spanien ist das europäische Land mit der größten Artenvielfalt (ca. 55.000 Arten, über 50 % der EU-Arten). Die Kanarischen Inseln sind von besonderer Bedeutung. Gefährdete Arten sind u. a. der Luchs, die Riesen-Eidechse und die Mönchsrobbe. Spanien hat zudem die höchste Zahl an bedrohten Wirbeltieren in Europa.
Was ist Abfall?
Abfall sind alle Stoffe oder Gegenstände, deren sich der Besitzer entledigen will. Typen: Landwirtschaftliche/forstwirtschaftliche Abfälle (Pflanzen, Zweige), feste städtische Abfälle, medizinische Abfälle, industrielle Abfälle sowie radioaktive Abfälle (unterschiedlicher Aktivitätsgrade).
Zunahme von Abfällen
Gründe sind der übermäßige Konsum in reichen Ländern und das Streben der Entwicklungsländer nach diesem Lebensstandard. Die Abfallentsorgung ist teuer, weshalb industrialisierte Länder ihre Abfälle oft in Entwicklungsländer exportieren.
Ethik der Abfallentsorgung
Reiche Länder fördern eine Wegwerf-Kultur. Der Export von Abfällen in arme Länder ist weder ethisch noch rechtlich vertretbar, da er die Not der Entwicklungsländer ausnutzt, um Entsorgungskosten zu minimieren.
Klimawandel
Ja, der Klimawandel ist durch extreme Wetterereignisse wie häufigere Überschwemmungen, Hitzewellen, Rekordtemperaturen, Dürren und Wirbelstürme belegt.
Der Treibhauseffekt
Sonnenstrahlung durchdringt die Atmosphäre und erwärmt die Erde. Ein Teil der Energie wird als Infrarotstrahlung zurückgestrahlt, aber von Treibhausgasen (CO2, Methan, Wasserdampf, FCKW, Stickoxide) in der Atmosphäre gefangen. Menschliche Aktivitäten erhöhen die Konzentration dieser Gase, was die Energiebilanz des Planeten stört.
Folgen der globalen Erwärmung
Elf der letzten zwölf Jahre waren die wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn. Der Meeresspiegel steigt, Gletscher schmelzen, Dürren und Wüstenbildung nehmen zu. Dies führt zu Erosion, Überschwemmungen, Erdrutschen und häufigeren Hitzewellen.
Das Kyoto-Protokoll
Ein 1997 in Kyoto unterzeichnetes UN-Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 5,2 % (im Vergleich zu 1990) im Zeitraum 2008–2012. Innerhalb der EU verfehlt Spanien seine Ziele.