Umweltlexikon: Wichtige Begriffe zum Umweltschutz erklärt
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Biodiversität
Biodiversität bezeichnet die gesamte Vielfalt des Lebens auf der Erde, einschließlich aller Pflanzen- und Tierarten. Sie umfasst zudem die Vielfalt der Ökosysteme sowie die genetische Variabilität innerhalb der einzelnen Arten.
Die Ozonschicht
Die Ozonschicht ist ein Bereich der Stratosphäre mit einer relativ hohen Ozonkonzentration. Die Verringerung ihrer Dicke ist auf Chlorverbindungen zurückzuführen, die in FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffen) enthalten sind, welche in Aerosolen und Kältemitteln verwendet werden. Dieses Problem betrifft Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen.
FCKW
FCKW sind eine Gruppe von Gasen, die in vielen Bereichen eingesetzt werden, insbesondere in der Kältetechnik und als Treibmittel in Aerosolen. Es wurde nachgewiesen, dass die Entstehung des Ozonlochs eng mit der Photochemie von FCKW verknüpft ist.
Wüstenbildung
Die Wüstenbildung ist ein Prozess der Umweltzerstörung, bei dem Böden ihre Fruchtbarkeit und ihr Produktionspotenzial teilweise oder vollständig verlieren. Dies geschieht durch Vegetationszerstörung, Bodenerosion und Wassermangel. Der Mensch beschleunigt diesen Prozess durch Aktivitäten wie Überweidung und Abholzung.
Eutrophierung
Die Eutrophierung beschreibt die Nährstoffanreicherung in Gewässern. Dies führt zu einem übermäßigen Wachstum von Algen und Wasserpflanzen. Wenn diese absterben und auf den Boden von Flüssen, Talsperren oder Seen sinken, verbraucht ihre Zersetzung den gelösten Sauerstoff. Dies kann zum Absterben von Wassertieren und -pflanzen führen. Einige Algenarten bilden zudem giftige Substanzen, die Fische und Schalentiere ungenießbar machen.
Schutzgebiete
Nationalparks
Nationalparks sind Gebiete und Gewässer im öffentlichen Eigentum von hohem Wert. Ihre Einzigartigkeit macht sie für die Nation von besonderem Interesse, da sie repräsentative natürliche Systeme schützen. Dazu gehören gefährdete Ökosysteme, Tier- und Pflanzenarten sowie Orte von landschaftlicher, geologischer, historischer oder archäologischer Bedeutung. Sie werden von den jeweiligen Regionen verwaltet.
Naturschutzgebiete
Naturschutzgebiete sind natürliche Areale, die nur geringfügig durch menschliche Nutzung verändert wurden. Sie erlauben in begrenztem Umfang die Nutzung primärer Ressourcen und fördern den ländlichen Tourismus. Die Verwaltung erfolgt durch die Landesregierung.
Recycling und Wiederverwendung
Recycling
Recycling ist ein physikalisch-chemisches oder mechanisches Verfahren, bei dem gebrauchte Stoffe oder Produkte aufbereitet werden, um sie als Rohstoff oder neues Produkt wiederzuverwenden. Ziel ist es, die Erschöpfung natürlicher Ressourcen zu vermeiden und Abfälle effizient zu reduzieren.
Aufforstung
Aufforstung ist die Maßnahme, Gebiete neu zu bepflanzen, die zuvor bewaldet waren, aber aus verschiedenen Gründen gerodet wurden:
- Holzgewinnung für industrielle Zwecke oder als Brennstoff.
- Ausweitung von Landwirtschaft oder Viehzucht.
- Ausbau ländlicher Siedlungsgebiete.
- Waldbrände (natürlich oder durch Menschen verursacht).
Wiederverwendung (Re-Use)
Dies ist die Tätigkeit, Waren oder Produkte erneut zu nutzen. Wiederverwendung bedeutet, einem Abfallprodukt ein „zweites Leben“ zu geben. So kann beispielsweise Altspeiseöl zu Biodiesel verarbeitet werden.
RSU (Siedlungsabfälle)
RSU umfasst Abfälle aus privaten und gewerblichen Tätigkeiten in Städten und Gemeinden. Dazu gehören Hausmüll, alte Möbel, Elektrogeräte, Verpackungen sowie Abfälle aus der Gartenpflege oder Straßenreinigung. Den größten Anteil macht dabei der Hausmüll aus.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit bedeutet, die Bedürfnisse der heutigen Generation zu befriedigen, ohne die Ressourcen und Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Eine nachhaltige Tätigkeit ist eine, die langfristig aufrechterhalten werden kann.