Umweltschutz und Klimawandel: Geschichte und Folgen
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1.2 Sorge um die Umwelt
In den 1950er und 1960er Jahren begann die Sorge um die Umwelt stetig zu wachsen. Zuerst waren es Biologen, die auf Missstände aufmerksam machten. Später entstanden NGOs, die das Bewusstsein für diese Probleme weiter schärften. Die wachsende Besorgnis in der Bevölkerung erreichte schließlich auch die Politik, woraufhin erste Maßnahmen eingeleitet wurden, um diese Umweltprobleme zu mildern.
- Die Konferenz der Vereinten Nationen über die menschliche Umwelt fand in Stockholm statt. Hier begann man, diese globalen Probleme systematisch zu analysieren.
- Der Erdgipfel in Rio de Janeiro im Jahr 1992 erörterte Studien, die bereits seit 1972 von bestimmten Gruppen durchgeführt wurden. In diesem Kontext entstand das Konzept der nachhaltigen Entwicklung.
- Im Jahr 1997 fand der Kyoto-Gipfel statt, an dem 163 Länder teilnahmen. Nach weiteren Studien wurde das Kyoto-Protokoll von zahlreichen Ländern unterzeichnet, wenngleich einige es ablehnten oder nur zögerlich umsetzten. Zu den zentralen Maßnahmen gehörte die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, was jedoch zu einem Rückgang oder Beeinträchtigungen der wirtschaftlichen Entwicklung führen kann. Die Emissionen sollten bis zum Jahr 2012 signifikant reduziert werden, was jedoch nicht vollständig erfüllt wurde. Betroffen waren vor allem fortgeschrittene Industrieländer.
2. Umweltthemen
2.1 Problematik der Atmosphäre
Klimawandel: Im Laufe der Erdgeschichte gab es immer wieder klimatische Variationen. Es handelt sich grundsätzlich um einen langsamen Prozess, doch die Industrielle Revolution hat diesen Vorgang vor allem nach 1820 durch den weit verbreiteten Einsatz fossiler Brennstoffe massiv beschleunigt. Die Industrie ist heute maßgeblich für den Ausstoß umweltschädlicher Gase in die Atmosphäre verantwortlich.
Diese Erwärmung ist auf den Treibhauseffekt zurückzuführen. Gase wie CO2 verbleiben in den unteren Schichten der Atmosphäre. Dies führt dazu, dass die von der Erde reflektierte Sonnenwärme in der Atmosphäre gespeichert wird, anstatt ins Weltall zu entweichen, wodurch sie sich in den unteren Schichten ansammelt.
Diese Erwärmung verursacht schwerwiegende Folgen:
- Schmelzen von Eis und Schneegrenzen: Innerhalb von 30 Jahren sind bereits 20 % des Eises am Nordpol verschwunden. Es wird prognostiziert, dass der Nordpol bis zum Jahr 2070 im Sommer komplett eisfrei sein könnte.
- Hitzewellen: Ein abrupter Temperaturanstieg im Sommer, der über 3 bis 4 Tage anhält. Durch die globale Erwärmung nehmen diese Wellen an Intensität zu und treten häufiger auf. Die Durchschnittstemperaturen steigen kontinuierlich. Dies stellt eine Gefahr für die Gesundheit dar, insbesondere für ältere Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen oder für Babys.
- Zunahme von Dürreperioden: Anhaltende Dürre kann zu einer verringerten Pflanzendecke führen und die Waldbrandgefahr erhöhen, wodurch die Böden verstärkt der Erosion ausgesetzt sind.