Unfallprävention und Kindersicherheit in Spanien
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Verletzungen bei Kindern in modernen Gesellschaften
Infektionskrankheiten führen heute nicht mehr zu einer hohen Säuglingssterblichkeit, jedoch gibt es eine erhöhte Mortalität durch Unfälle.
Definition und Typen von Kinderunfällen
Ein Unfall ist ein Ereignis, das unabhängig vom menschlichen Willen und durch eine schnell wirkende externe Kraft eintritt und sich als körperlicher oder geistiger Schaden manifestiert. Unfälle bei Kindern geschehen zufällig oder durch Handlungen, die psychologische oder physische Schäden verursachen können.
Wir unterscheiden zwischen: Stürzen, Verkehrsunfällen, Vergiftungen und weiteren Gruppen. Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache bei Kindern über einem Jahr. Unfälle und gesundheitliche Folgen stellen heute ein wichtiges Problem der öffentlichen Gesundheit in entwickelten Ländern dar. Kinderunfälle haben Priorität, da ihre Folgen sehr häufig und schwerwiegend sind.
2. Inzidenz von Kinderverletzungen in Spanien
Die Unfallrate ist bei Jungen höher als bei Mädchen (Verhältnis 2,5 zu 1). Die meisten Unfälle werden in der Altersgruppe zwischen 5 und 9 Jahren registriert. Bei Mädchen ist die Gruppe der 0- bis 4-Jährigen am stärksten betroffen.
- Stürze: 52,6 %
- Verkehr: 12,2 %
- Vergiftungen: 10,7 %
Unfälle zu Hause: Mädchen 45 % / Jungen 28 %. Unfälle auf der Straße: Mädchen 33,3 % / Jungen 40,4 %. 10 % der Kinder haben im Laufe eines Jahres einen Unfall erlitten. 0,31 % der Unfälle geschehen in Bildungseinrichtungen, 23 % zu Hause und 27 % auf der Straße. 62 % dieser Unfälle erforderten einen Krankenhausaufenthalt.
Häufigkeit von Verletzungsarten:
- Unfallverletzungen: 90 %
- Fremdkörperverletzungen: 4 % (entspricht 7 % der Konsultationen)
- Vergiftungen: zwischen 2 % und 4 % der Konsultationen
- Verbrennungen (nicht ätzend): weniger als 2 %
- Bisse, Kratzer, Stiche und Erstickungsunfälle
3. Ursachen der Kindersterblichkeit
Nach Angaben der WHO sind die Hauptursachen der Säuglingssterblichkeit durch Verletzungen (0 bis 4 Jahre) in Spanien wie folgt:
- Verkehrsunfälle: 48 %
- Erstickungen: 21 %
- Andere Unfallverletzungen: 13 %
- Stürze: 6 %
- Feuer: 3 %
- Vergiftungen: 2 %
- Suizid: 2 %
4. Rolle der Gesundheitsbehörden
Unfälle treten auf, wenn die Beziehung zwischen der Umwelt und dem Individuum nicht angemessen ist. Die Säulen der Intervention sind: die geltende Gesetzgebung, Gesundheitseinrichtungen, die frühkindliche Erziehung und die gesellschaftliche Verantwortung zum Schutz von Kindern und Mädchen.
Unfallverhütung
In Spanien sind Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache bei Kindern über einem Jahr. Prävention bedeutet Vorbereitung und vorausschauendes Handeln. Es müssen pädagogische Aktivitäten stattfinden, damit Kinder lernen, auf sich selbst aufzupassen.
1. Bildung und Prävention von Unfällen
Es muss eine sichere Umgebung für Kinder geschaffen werden. Das Kind und der Schutz seiner Gesundheit: Der Mensch hat grundlegende Bedürfnisse, die erfüllt sein müssen, um zu überleben. Ein Neugeborenes ist sehr schutzlos. Erwachsene müssen Kinder vor Gefahren schützen. Durch Bildung kann eine Änderung der Gewohnheiten und Einstellungen erreicht werden, was zu einem höheren Maß an persönlicher Autonomie führt.
Wann und wo handeln? In den ersten drei Jahren ereignen sich die meisten Unfälle zu Hause. Später, bei der Ausweitung des Umfelds, kehrt sich dies um. Schulen müssen in Zusammenarbeit mit Familien sicher gestaltet werden.
Wie handeln? Aktivitäten durchführen, die den Erwerb von Wissen über Risiken und Grenzen erleichtern. Familien müssen ein klares Bewusstsein für die Bedeutung der Unfallverhütung entwickeln. Kinder erwerben richtige Verhaltensweisen im Straßenverkehr (als Fußgänger oder Mitfahrer). Es ist wichtig, dass Erwachsene als Vorbilder agieren und auf Gefahren hinweisen.
2. Schutzmaßnahmen und Präventionsfaktoren
Bei der Analyse von Faktoren, die Unfälle begünstigen, sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Merkmale des Kindes: Alter, Geschlecht und Persönlichkeit
- Die physische Umgebung: Ort, Wetterbedingungen sowie das sozioökonomische und kulturelle Umfeld
- Die auslösenden Erreger