Unternehmens- und Wettbewerbsstrategien
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Strategien
1. Unternehmensstrategie
I. Ansoff-Wachstumsmatrix (1957)
I.1 Marktdurchdringung
Erhöhung der Verkaufsmengen auf dem Markt, in dem das Unternehmen tätig ist. Dies ist angemessen, wenn:
- Die Branche sich in der Wachstumsphase befindet.
- Es unbesetzte Marktnischen gibt.
- In Situationen des Branchenrückgangs, wenn Wettbewerber verschwinden.
- Marktführer zufrieden sind und nicht um größere Marktanteile kämpfen wollen.
I.2 Marktentwicklung
Einführung der Produkte des Unternehmens in neue Märkte. Dies ist angemessen, wenn:
- Neue Vertriebskanäle vorhanden sind.
- Das Unternehmen über Überkapazitäten verfügt.
I.3 Produktentwicklung
Entwicklung neuer Produkte oder neuer Anwendungen für bestehende Produkte auf dem Markt. Dies ist angemessen, wenn:
- Der Lebenszyklus von Produkten kurz ist.
- Kundenwünsche sich ändern und uneinheitlich sind.
- Die FuE-Fähigkeiten des Unternehmens hoch sind.
I.4 Diversifikation
Entwicklung neuer Produkte für neue Märkte. Dies ist angemessen, wenn:
- Das Risiko eines einzelnen Produkts oder Marktes verringert werden soll.
- Der traditionelle Markt gesättigt ist.
- Überschüssige Kapazitäten und Ressourcen vorhanden sind.
- Investitionsmöglichkeiten entstehen.
- Synergien durch Bündelung von Ressourcen oder Funktionen zwischen Aktivitäten erzielt werden.
- Das Markenimage gestärkt werden soll.
II. Strategie der vertikalen Integration
Das Unternehmen wird zu seinem eigenen Lieferanten (rückwärts vertikale Integration). Beispiel: Ein Großhändler, der beginnt, selbst Kleidung zu produzieren.
Das Unternehmen wird zu seinem eigenen Kunden (vorwärts vertikale Integration). Beispiel: Ein lokaler Großhändler, der einen Einzelhändler erwirbt, um den Direktverkauf zu ermöglichen.
2. Wettbewerbsstrategien
I. Kostenführerschaft
Das Ziel dieser Strategie ist es, die Kosten unter das Niveau der Konkurrenz zu senken.
- Durch den Kostenvorteil kann der Preis gegenüber der Konkurrenz verbessert werden, um neue preissensible Kunden zu gewinnen. Dies erhöht trotz geringerer Gewinnspannen pro Stück den Gesamtertrag durch höhere Absatzzahlen.
- Alternativ kann der Verkaufspreis gehalten werden, um bei gleichem Marktanteil eine höhere Rentabilität als die Konkurrenz durch höhere Margen zu erzielen.
II. Differenzierung
Angebot eines Produkts, das einen eindeutigen Mehrwert für den Kunden darstellt.
- Ermöglicht die Erhöhung des Produktpreises.
- Steigerung des Umsatzes durch neue Kunden, die von den spezifischen Merkmalen angezogen werden.
- Erhöhung der Loyalität und Kundenbindung durch ein unverwechselbares Markenimage.