Unternehmensfinanzierung: Instrumente und Strategien

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Finanzierungsinstrumente für Unternehmen

Bankfinanzierung und Kontokorrent

Die Bank bietet Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der kurzfristigen Finanzierung, wie den Kontokorrentkredit. Die Verfügbarkeit hängt von der Bonität des Unternehmens ab. Zinsen fallen erst an, sobald der Kreditrahmen in Anspruch genommen wird.

Factoring: Dienstleistungen und Vorteile

Factoring-Anbieter unterstützen Unternehmen durch folgende Leistungen:

  • Debitorenbuchhaltung: Recherche und Risikoklassifizierung von Käufern.
  • Risikoabsicherung: Schutz vor Forderungsausfällen.
  • Finanzierung: Vorfinanzierung von Rechnungen bis zu 85 %.
  • Buchhaltung: Unterstützung bei der Umsatzverwaltung.

Lieferantenkredit und Skonti

Eine gängige Methode zur kurzfristigen Finanzierung ist der Lieferantenkredit. Ein Beispiel hierfür ist die Kondition 2/10 netto 120: Der Lieferant gewährt ein Zahlungsziel von 120 Tagen, bietet jedoch 2 % Skonto, wenn die Zahlung innerhalb von 10 Tagen erfolgt.

Bestätigung und Finanzierung

Unternehmen können Finanzdienstleister beauftragen, die Zahlungen an Lieferanten garantieren, falls zum Fälligkeitszeitpunkt keine ausreichende Liquidität vorhanden ist.

Langfristige Finanzierung (LP)

Bei der Gründung oder Erweiterung einer Gesellschaft (z. B. AG) bringen Partner Kapital ein und erhalten im Gegenzug Aktien. Weitere Möglichkeiten sind:

  • Venture Capital: Investoren beteiligen sich an Unternehmen mit hohem Potenzial. Nachteil: Der Investor verlangt oft Mitspracherechte im Management.
  • Kapitalerhöhung: Bestehende Gesellschafter haben ein Vorrecht auf neue Aktien.
  • Anleihen: Bei hohem Kapitalbedarf kann sich das Unternehmen über den Kapitalmarkt finanzieren (Zinszahlung gegen Kapital).

Rücklagen und Gewinnverwendung

Gewinne werden teilweise als Rücklagen einbehalten, um künftige Investitionen zu sichern. Gesetzliche Rücklagen sind oft vorgeschrieben (z. B. 10 % bis 20 % des Kapitals).

Leasing und Anlagenfinanzierung

Beim Leasing zahlt das Unternehmen für die Nutzung von Wirtschaftsgütern (Immobilien oder bewegliche Objekte) über einen festgelegten Zeitraum (2–10 Jahre).
Vorteile: Steuerliche Absetzbarkeit der Leasingraten.
Nachteile: Langfristige Bindung und keine Eigentumsübertragung (außer bei Kaufoption).

Anlagevermögen und Finanzierung

Der Kauf von Anlagevermögen erfordert hohe Investitionen. Unternehmen können hierfür Bankdarlehen nutzen oder durch den Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen (Fixed Aktiva) Liquidität freisetzen, um den Finanzierungsbedarf zu senken.

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