Unternehmensformen und Organisationsstrukturen im Überblick

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Unternehmensformen

Aktiengesellschaft (AG)

Die Zahl der Partner beträgt mindestens einen. Die Haftung ist auf das Gesellschaftskapital begrenzt. Für die Gründung ist ein Mindestkapital von 60.101,21 € erforderlich, wobei zum Zeitpunkt der Gründung mindestens 25 % eingezahlt sein müssen. Der Name muss den Zusatz „Gesellschaft“ oder „SA“ tragen. Die Gesellschaft unterliegt der Körperschaftsteuer, besitzt Rechtspersönlichkeit und muss notariell beurkundet sowie im Handelsregister eingetragen werden.

Organe:

  • Generalversammlung: Treffen der Mitglieder zur Entscheidung über wichtige Geschäftsfragen (ordentlich, außerordentlich oder universal).
  • Verwaltung: Kann durch einen einzelnen Administrator oder ein Board of Directors erfolgen.

Das Kapital ist in Aktien zerlegt. Die Übertragung der Aktien ist frei, sobald die Gesellschaft im Handelsregister eingetragen ist.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH/SRL)

Die Zahl der Partner beträgt einen oder mehr. Die Haftung ist auf das Gesellschaftskapital begrenzt. Das Mindestkapital beträgt 3.005,06 €, das bei Gründung voll eingezahlt sein muss (in bar oder als Sacheinlage). Der Name muss den Zusatz „Limited Liability Company“, „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“, „SRL“ oder „SL“ tragen.

Organe:

  • Generalversammlung: Trifft Entscheidungen und berät die Partner.
  • Administratoren: Müssen keine Partner sein.

Das Kapital ist in unteilbare Anteile zerlegt. Die Übertragung der Anteile ist beschränkt und erfordert eine Mitteilung an die Geschäftsführung.

Genossenschaft

Die Zahl der Partner liegt je nach Satzung zwischen 2 und 5. Die Haftung ist auf den Beitrag begrenzt. Die Satzung legt das Mindestkapital fest, von dem 25 % eingezahlt sein müssen. Der Name muss den Zusatz „Genossenschaft“ oder „S. Coop“ enthalten.

Organe:

  • Generalversammlung: Oberstes Entscheidungsgremium.
  • Verwaltungsrat: Verwaltung und Vertretung.
  • Ressourcenausschuss: Zuständig für wirtschaftliche Ressourcen.
  • Wirtschaftsprüfer: Kontrolle des Jahresabschlusses.

Arbeiter-Aktiengesellschaft (SAL)

Erfordert mindestens vier Partner, davon drei Arbeiter. Das Mindestkapital beträgt 60.101,21 €, wobei mindestens 51 % des Kapitals im Besitz der Arbeiter sein müssen. Der Name muss den Zusatz „Limited Liability Company“ oder „SAL“ tragen. Ein spezieller Reservefonds von 10 % des Nettogewinns ist verpflichtend.

Arbeiter-GmbH (SLL)

Erfordert mindestens vier Partner, davon drei Arbeiter. Das Mindestkapital beträgt 3.101,21 €. Mindestens 51 % des Kapitals müssen den Arbeitern gehören. Der Name muss den Zusatz „Labor Liability Company“ oder „SLL“ tragen. Ein Reservefonds von 10 % des Gewinns ist vorgeschrieben.

Organisationsstrukturen

Die intentionale Struktur definiert die Positionen und Aufgaben innerhalb eines Unternehmens, um vorgegebene Ziele effizient zu erreichen.

Lineares Modell (Hierarchisch)

Jedes Mitglied untersteht einem Vorgesetzten. Geeignet für kleine bis mittlere Unternehmen.

  • Vorteile: Einfachheit, klare Verantwortlichkeiten, schnelle Entscheidungen.
  • Nachteile: Mangelnde Flexibilität, Überlastung der Führung, geringe Motivation.

Funktionelles Modell

Gekennzeichnet durch Spezialisten für spezifische Aufgaben.

  • Vorteile: Fachwissen, direkte Kommunikation.
  • Nachteile: Mögliche widersprüchliche Anweisungen durch mehrere Vorgesetzte.

Linien-Stab-Modell

Hierarchische Struktur ergänzt durch beratende Stabsstellen.

  • Vorteile: Einbindung von Spezialisten ohne Unterbrechung der Befehlskette.
  • Nachteile: Langsame Entscheidungsfindung, potenzielle Konflikte zwischen Linie und Stab.

Ausschussmodell

Entscheidungen werden gemeinsam durch Leiter verschiedener Bereiche getroffen.

  • Vorteile: Ganzheitliche Sichtweise, breite Beteiligung.
  • Nachteile: Zeitaufwendige Entscheidungsfindung, geteilte Verantwortung.

Matrix-Modell

Kombiniert funktionale Abteilungen mit projektbezogener Struktur.

  • Vorteile: Hohe Flexibilität bei Projekten.
  • Nachteile: Koordinationsaufwand, Konfliktpotenzial zwischen Projekt- und Abteilungsleitern.

Unternehmensführung

Die Aufgaben des Managements umfassen Planung, Organisation und Verwaltung, um menschliche und materielle Faktoren optimal zu verbinden.

  • Planung: Festlegung von Zielen und Strategien.
  • Organisieren: Design der Struktur und Zuweisung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten.
  • Verwalten: Steuerung der Mitarbeiter zur Erreichung der Unternehmensziele.

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