Unternehmensführung: Vertrieb, Kosten und Rechtsformen

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Vertriebswege

Ein Vertriebsweg ist der Fluss, der durch alle Vermittler zwischen Produzent und Konsument gebildet wird, um das Produkt zu erleichtern. Abhängig von der Anzahl der zwischengeschalteten Stellen, bis das Produkt den Verbraucher erreicht, sind folgende Kanäle zu unterscheiden:

  • Kurzer Kanal: Es sind nur wenige Vermittler beteiligt.
  • Langer Kanal: Es sind viele Vermittler beteiligt.

Prozess der Distribution

  • Hersteller: Entwickelt und vertreibt das Produkt für den Großhandel.
  • Großhandel: Kauft große Mengen vom Hersteller und verkauft diese an weitere Vermittler.
  • Einzelhandel: Kauft beim Großhandel und verkauft direkt an den Verbraucher.
  • Verbraucher: Erwirbt die Ware zum Endverbrauch.

Fixe und variable Kosten

In Bezug auf die Produktionsmenge unterscheiden wir zwischen Fixkosten und variablen Kosten. Es gilt: Gesamtkosten = Fixkosten + variable Kosten.

Stückkosten

Die Berechnung der Kosten pro Einheit ist sinnvoll, um unternehmerische Entscheidungen zu treffen:

  • Durchschnittliche variable Kosten: Variable Kosten pro Produktionseinheit.
  • Durchschnittliche fixe Kosten: Fixkosten pro Produktionseinheit.

Finanzierung des Unternehmens

Die Sicherung der erforderlichen finanziellen Mittel ist essenziell für Ausgaben und Investitionen.

Finanzierungsarten

  • Nach Herkunft:
    • Eigenfinanzierung: Ressourcen, die den Eigentümern gehören.
    • Fremdfinanzierung: Mittel von dritter Seite.
  • Nach Quellen:
    • Interne Finanzierung: Mittel aus der eigenen Tätigkeit.
    • Externe Finanzierung: Beiträge von außerhalb des Unternehmens.
  • Nach Dauer:
    • Permanente Ressourcen: Langfristiges Eigen- und Fremdkapital.
    • Kurzfristige Ressourcen: Kurzfristige Verbindlichkeiten.

Eigenfinanzierung

Diese Mittel dienen dazu, die Tätigkeit des Unternehmens zu erweitern oder fortzuführen. Sie haben zwei Ursprünge:

  • Ergebnis der Übung: Wenn das Unternehmen rentabel ist, kann ein Teil des Gewinns reinvestiert werden.
  • Abschreibungen: Das Unternehmen veranschlagt den Wertverlust von Anlagen als Aufwand, ohne dass eine sofortige Barausgabe erfolgt. Dies bildet Fonds, um Anlagen später zu ersetzen.

Investitionen im Unternehmen

Investitionen sind der Einsatz von Ressourcen für den Erwerb von Sachanlagen zur Verbesserung der Rentabilität. Sie hängen von drei Faktoren ab:

  • Leistung: Erwartete Rentabilität.
  • Risiko: Jede Investition birgt eine Risikokomponente.
  • Saisonalität: Zeitliche Auswirkungen auf das Ergebnis.

Arten von Investitionen

  • Nach Dauer: Langfristige Vermögenswerte vs. Umlaufvermögen.
  • Nach Funktion: Erneuerung, Strategie, Wachstum, Wartung.
  • Nach Eigenschaften: Finanzielle Investitionen vs. produktive Vermögenswerte.

Vorteile und Nachteile von KMU

Vorteile

Aufgrund ihrer geringen Größe können KMU sich schnell an Nachfrageänderungen anpassen. Sie pflegen engere Kundenbeziehungen und bieten eine persönlichere Betreuung. Das Management ist direkter, was Konflikte reduziert.

Nachteile

KMU haben weniger Zugang zu Größenvorteilen (Economies of Scale) und eine geringere Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten als Großunternehmen.

Rechtsformen für Unternehmen

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH / SL)

Erfordert eine notarielle Urkunde und Eintragung. Mindestkapital: 3.005 €. Die Haftung ist auf das Gesellschaftskapital begrenzt.

Aktiengesellschaft (AG / SA)

Mindestkapital: 60.101 €. Das Kapital ist in Aktien zerlegt. Organe sind die Generalversammlung und der Verwaltungsrat.

Genossenschaften (S. Coop)

Demokratische Verwaltung und variable Kapitalbildung gemäß Satzung.

Arbeitsunternehmen (SAL / SLL)

Über 50 % des Kapitals müssen den Arbeitnehmern gehören.

Neue Gesellschaft mit beschränkter Haftung (SLNE)

Schnelle Gründung (24 Stunden), Mindestkapital 3.012 €, für Mikro-Unternehmen geeignet.

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