Ursachen und Ausbreitung der Weltwirtschaftskrise
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Die Ursachen der Weltwirtschaftskrise
Die industrielle Überproduktion war bereits vor dem Zusammenbruch des Aktienmarktes offensichtlich. Verschiedene Indikatoren der industriellen Aktivität zeigten, dass sich das Wachstum in den USA verlangsamte. Die Liquiditätskrise nach dem Börsenabsturz trug maßgeblich zur Ausbreitung der Krise bei.
Der Rückgang der Bestände erzeugte eine Kette von Zahlungsausfällen, verursachte die Schließung vieler Unternehmen und Banken und erzwang den Rückzug der Investoren aus Europa sowie die Annullierung von Darlehen an exportierende Länder. Der Wunsch, Waren zu verkaufen, beschleunigte den Rückgang der Preise (Deflation).
Der Rückgang des Konsums wurde durch folgende Faktoren verursacht:
- Arbeitslosigkeit und sinkende Kaufkraft
- Verluste derjenigen, die an der Börse investiert hatten
- Angst vor Entlassungen
- Fallende Agrarpreise
- Schulden für den Kauf von Gebrauchsgütern
Die Mechanismen der Ausbreitung der Krise
Zwischen 1922 und 1929 waren US-Beteiligungen und Darlehen der Motor der europäischen Prosperität. Die US-Krise zog daher viele europäische Länder und die Weltwirtschaft mit sich. Der Rückgang der Preise für amerikanische Produkte brachte Unternehmen weltweit in Schwierigkeiten, da sie nicht mit dem Rückgang der Nachfrage in den USA sowie den Problemen bei der Kreditvergabe zwischen Banken konkurrieren konnten.
Die Krise breitete sich im gesamten Finanzsystem aus. Die Länder drosselten ihre Produktion, was die Arbeitslosigkeit erhöhte:
- Deutschland: Die Krise war tiefgreifend; die Inflation stieg, die industrielle Produktion sank und die Arbeitslosigkeit betraf viele Arbeiter.
- Vereinigtes Königreich: Die Unmöglichkeit, das Pfund als Referenzwährung des internationalen Währungssystems zu halten, führte dazu, dass die Regierung die Konvertierbarkeit des Pfunds in Gold aussetzen musste.
- Internationale Folgen: Viele Länder folgten diesem Beispiel, was zu einer Reihe von großen Währungsabwertungen führte.
- Frankreich: Da Frankreich seine Wechselkurse fixiert hielt, verlor das Land an Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt und führte daraufhin protektionistische Praktiken ein.