Ursachen, Folgen und Bedeutung der Migration in Spanien

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Ursachen der Migration

  • Demografische Ursachen: Ein starkes Bevölkerungswachstum bei gleichzeitigem Mangel an Arbeitsplätzen und niedrigen Löhnen führt zur Abwanderung in Länder mit besserem Arbeitskräftebedarf. Dies betraf insbesondere Lateinamerika und Westeuropa.
  • Naturkatastrophen: Erdbeben, Wüstenbildung, lang anhaltende Dürren und Schädlingsbefall verursachen Ernteausfälle und wirtschaftliche Unsicherheit.
  • Politische Ursachen: Kriege und politische Verfolgung zwingen Menschen zur Flucht und Auswanderung.
  • Soziokulturelle Ursachen: Der Wunsch, in einem demokratischeren Land zu leben, anstatt unter einer Diktatur zu leiden.

Folgen der Migration

  • Herkunftsland: Auswanderung reduziert den sozialen Druck und Arbeitslosigkeit, führt jedoch zu einem Verlust an Arbeitskräften.
  • Zielland: Die Ankunft von Einwanderern kann zu sozialen Konflikten, der Entstehung von Randgebieten und Herausforderungen bei der gesellschaftlichen Akzeptanz führen.
  • Der Migrant: Die Entscheidung zur Auswanderung erfordert den Abschied von der Heimat, die Anpassung an eine neue Umgebung sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität.

Gruppen von Einwanderern in Spanien

  • Rentner aus Mittel- und Nordeuropa: Menschen, die sich dauerhaft an der spanischen Küste niederlassen, angezogen vom milden Klima und dem guten Dienstleistungsangebot.
  • Führungskräfte und Fachkräfte: Hochqualifizierte europäische Fachkräfte, die aufgrund besserer Arbeitsmarktchancen oder Lebensqualität nach Spanien ziehen.
  • Politische Flüchtlinge: Menschen, die aufgrund von politischer Verfolgung, geschlechtsspezifischer Gewalt oder bewaffneten Konflikten aus ihrer Heimat fliehen mussten.
  • Migranten aus armen Ländern: Die größte Gruppe, insbesondere aus Afrika, die nach Arbeit und menschenwürdigen Lebensbedingungen sucht. Der spanische Staat und die EU regulieren diesen Prozess zunehmend.

Warum Spanien Einwanderer benötigt

  • Wirtschaftlicher Aspekt: Einwanderer stellen eine junge und motivierte Arbeitskraft dar, die in Sektoren wie der Landwirtschaft, dem Bauwesen und dem Gastgewerbe dringend benötigt wird und den Arbeitsmarkt reaktiviert.
  • Demografischer Aspekt: Seit den 1990er Jahren hat Spanien sehr niedrige Geburtenraten; die Zuwanderung trägt maßgeblich zum Bevölkerungswachstum bei.
  • Kultureller Aspekt: Die Vielfalt der Kulturen bereichert das Land und ermöglicht einen Austausch in Bereichen wie Musik und Kunst.

Rechtliche Grundlagen

Die Vereinten Nationen haben zwei zentrale Dokumente verabschiedet: die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und das Protokoll von 1967. Diese verpflichten die Unterzeichnerstaaten, verfolgte Menschen aufzunehmen und legen deren Rechte und Pflichten fest.

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