Ursachen des Ersten Weltkriegs und die Russische Revolution

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Situation im späten 19. Jahrhundert

1 - Situation in der Welt des späten 19. Jahrhunderts: Die politischen Ereignisse ebneten den Weg für den Ersten Weltkrieg.

A) Geburt Deutschlands

A) Die Geburt Deutschlands: Deutschland wurde 1871 vereint. Dadurch entstand ein neues, starkes Land mit dem Wunsch, eine Großmacht zu sein, was zu Reibungen mit Frankreich und Großbritannien führte. Das System von Bündnissen und der sogenannte bewaffnete Frieden trug zur Vorbereitung eines Konflikts bei.

B) Imperialismus

B) Darstellung des Imperialismus: Der Imperialismus äußerte sich in der Besiedlung und Aufteilung von Gebieten in Afrika, Asien und Ozeanien durch europäische Mächte zur Sicherung von Rohstoffen. Der Wettlauf um Kolonien verstärkte den Machtwettbewerb — besonders zwischen England und Frankreich. Dieses Phänomen trug zur Entstehung des Ersten Weltkriegs bei.

C) Russland und Revolution

C) In Russland: 1917 etablierte die Russische Revolution das erste kommunistische Regime in der Geschichte.

Bismarck und Bündnissysteme

2 - Bismarck und die Bündnissysteme: Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 gestaltete Otto von Bismarck die Außenpolitik Deutschlands. Deutschland suchte stabile Beziehungen zu bestimmten europäischen Ländern. Frankreich blieb feindlich gegenüber der Gründung Deutschlands und trug Gebietsverluste davon. Bismarck schuf verschiedene Bündnisse, die Deutschland mit Österreich‑Ungarn, Russland und später mit Italien verbanden. Als Gegenstück baute Frankreich später Allianzen mit Großbritannien und Russland auf — die sogenannte Triple Entente. Die Existenz dieser beiden Seiten provozierte Auseinandersetzungen in Nordafrika und in einigen Kolonien; diese dienten als Präzedenzfälle für den Ersten Weltkrieg. Zwischen 1871 und 1914 bereiteten sich beide Seiten militärisch vor; dieses Verhältnis wird als bewaffneter Frieden bezeichnet.

Imperialismus und Ursachen

3 - Imperialismus: Der Imperialismus prägte die internationale Szene besonders im späten 19. Jahrhundert.

Ursachen:

  • A) Die Entwicklung der europäischen Großmächte
  • B) Bevölkerungswachstum
  • C) Politische Motive
  • D) Kulturelle Motive
  • E) Wissenschaftlicher und technischer Fortschritt sowie verbesserte Kommunikation

Auswirkungen auf:

  • A) Wirtschaftlich
  • B) Sozial
  • C) Demografisch
  • D) Kulturell

Die kolonialen Imperien: Vereinigtes Königreich, Frankreich, Russland und andere (Portugal, Belgien, Spanien, Deutschland).

Die Bolschewistische Revolution (1917)

5 - Die bolschewistische Revolution (1917): Die Lage Russlands Anfang des 20. Jahrhunderts: Russland stand unter einem autokratischen Regime (Zaren), und die Mehrheit der Bevölkerung lebte in Armut. 1905 erlebte das Land eine erste nationale Krise, unter anderem nach dem Krieg gegen Japan. Wirtschaftliche und soziale Missstände provozierten einen Volksaufstand, der vom Zaren unterdrückt wurde (Revolution von 1905). Daraufhin wurden einige Reformen eingeführt, darunter die Schaffung eines Parlaments (Duma), die jedoch nur begrenzt wirkten. Im Februar 1917 brach eine neue Revolution aus, die das zaristische Regime stürzte; die weit verbreitete Unzufriedenheit wurde durch marxistische Ideen beeinflusst. In der Folge übernahmen die Bolschewiki unter der Führung von Lenin (und mit wichtigen Figuren wie Trotzki) die Macht und setzten sich gegen die Regierung Kerenskis im Oktober 1917 durch.

Die Machtübernahme erfolgte über die Sowjets (Räte von Arbeitern, Bauern und Soldaten) unter Führung der Bolschewiki. Die neuen Machthaber nannten sich Kommunistische Partei und errichteten ein neues politisches Regime (Diktatur des Proletariats). Dieses System führte zur Gründung der UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, 1922) und setzte das kommunistische System nach dem Ende des zaristischen Regimes durch.

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