Ursprung der Arbeiterbewegung: Von Luddismus bis Chartismus

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Die Arbeiterbewegung und das proletarische Handwerk

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts veränderte sich die Produktion in England grundlegend. Die Entstehung neuer Produktionsformen außerhalb der alten Zunftregulierungen führte dazu, dass Handwerker ihre Privilegien verloren. Sie verwandelten sich in Proletarier, die gezwungen waren, ihre Arbeitskraft gegen Lohn zu verkaufen. Die neuen Arbeitsbedingungen waren hart: 15-stündige Arbeitstage, eine konstante, unermüdliche Belastung sowie der Einsatz von Frauen und Kindern zu sehr niedrigen Löhnen prägten den Prozess der Mechanisierung.

Die ersten Konflikte und der Luddismus

Es bildeten sich erste Vereine für Arbeitnehmer verschiedener Branchen. Aufgrund staatlicher repressiver Eingriffe entwickelten sich jedoch radikale demokratische Bewegungen. Die Ludditen befürworteten Reformen und griffen Maschinen an, da sie diese für Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne verantwortlich machten.

Phalanstères (Falasterios)

Hierbei handelte es sich um Gemeinschaftsgruppen, in denen das Eigentum kollektiv verwaltet wurde und Männer, Frauen sowie Kinder gemeinsam alle Aufgaben erfüllten.

Das Schmieden der Gewerkschaften

Es bildeten sich stabile Zusammenschlüsse von Arbeitnehmern, die begannen, Alternativen zur kapitalistischen Gesellschaft zu formulieren, wie etwa Genossenschaften und Kollektivismus. Hilfsvereine fungierten als Widerstandsgesellschaften, unterstützten Arbeitnehmer bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit und organisierten die ersten Streiks. Besonders hervorzuheben sind die nationale Vereinigung für den Schutz der Arbeit und die Grand National Consolidated Trades Union.

Chartismus

Die Notwendigkeit, politisch Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen, wuchs. Im Jahr 1836 erarbeitete eine Gruppe von Arbeitern die „People’s Charter“ mit folgenden Zielen:

  • Wahlrechtsreform
  • Gehalt für Parlamentsabgeordnete
  • Verkürzung der Legislaturperioden

Die Bewegung war teilweise erfolgreich: Sie erreichte eine Verringerung der Arbeitszeit auf 10 Stunden sowie eine starke Mobilisierung und Konzentration großer Arbeitnehmermassen.

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