Ursprung und Geschichte der Arbeiterbewegung
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Die Ursprünge der Arbeiterbewegung
Zu diesem Zeitpunkt wurde die Arbeit durch die Corporaciones de Oficio geregelt. Die Arbeits- und Lebensbedingungen des Proletariats waren katastrophal:
- In den Fabriken gab es keinerlei Sicherheitsmaßnahmen, sanitäre Einrichtungen oder Belüftung.
- Arbeitgeber konnten die Arbeitszeit ihrer Arbeiter ohne Grenzen festlegen.
- Der Arbeitstag dauerte bis zu 16 Stunden, was zu völliger Erschöpfung führte.
- Die Löhne waren extrem niedrig.
- Es gab keine soziale Sicherheit.
- Frauen und Kinder erhielten noch geringere Löhne als Männer.
- Die Aufgaben waren repetitiv und anstrengend.
Die Unzufriedenheit der Arbeiter wuchs, da Regierungen und Parlamente diese Situation durch arbeitgeberfreundliche Vorschriften unterstützten. Die arbeitende Bevölkerung lebte in kleinen, feuchten Häusern. Das moralische Elend war ebenso gravierend wie der körperliche Verfall, da Arbeiter keinen Anspruch auf Bildung oder Anleitung hatten.
Beginn der Arbeiterbewegung in Großbritannien
Eine der wichtigsten frühen Bewegungen war der Luddismus (eine Protestbewegung in Großbritannien, deren Hauptaktivität die Zerstörung von Maschinen war). Der Name leitet sich von Ned Ludd ab, einem Arbeiter. Ab 1790 zielte die Zerstörung der Maschinen darauf ab, die Härte der Arbeitsbedingungen zu bekämpfen, wurde jedoch von den Regierungen gewaltsam unterdrückt. Der Luddismus verschwand, als sich die Maschinen weiterentwickelten.
Die ersten Arbeitnehmerverbände entstanden innerhalb der Fabriken, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Jahre später wurden diese jedoch verboten. Daraufhin entstand der Chartismus, eine Arbeiterbewegung, die politische Rechte forderte:
- Wahlrechtsreform
- Jährliche Wahlen
- Geheime Abstimmungen
- Aufhebung von Gesetzen, die nur Eigentümern die Kandidatur erlaubten
Die Chartisten-Bewegung bestand aus zwei Strömungen: den Gemäßigten um Owen und den Radikalen um Lovett und O'Brien.
Die Situation in Frankreich
In Frankreich wurden Arbeitnehmerverbände durch das Chapelier-Gesetz verboten. Dieses Gesetz wurde während der Französischen Revolution von der verfassunggebenden Nationalversammlung verabschiedet und untersagte jegliche Form von Arbeitnehmervereinigungen.