Ursprung und Verlauf der Industriellen Revolution
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Herkunft der Industriellen Revolution
Die erste Industrielle Revolution ereignete sich in Großbritannien im späten 18. Jahrhundert und markierte einen tiefgreifenden Wandel in der Wirtschaft und der britischen Gesellschaft. Die unmittelbaren Veränderungen in der Produktion betrafen das Was, das Wie und den Ort der Fertigung. Die Arbeit verlagerte sich von der Produktion von Vorprodukten hin zu Industrieprodukten und Dienstleistungen. Die Zahl der hergestellten Produkte wuchs durch eine verstärkte technische Effizienz dramatisch. Das Produktivitätswachstum durch die systematische Anwendung neuer technologischer Kenntnisse und Erfahrungen führte zur Entstehung großer Unternehmen in bestimmten geografischen Gebieten. So löste die Industrielle Revolution eine verstärkte Urbanisierung und damit Prozesse der Abwanderung aus ländlichen in städtische Gebiete aus.
Öl wird in großen Mengen unter der Oberfläche gewonnen und als Brennstoff sowie Rohstoff für die Industrie verwendet. Moderne Industriegesellschaften nutzen es in erster Linie, um ein gewisses Maß an Mobilität auf dem Land-, See- und Luftweg zu erreichen.
Die demografische Revolution
Die englische Bevölkerung verdreifachte sich in anderthalb Jahrhunderten von 5 Millionen auf 17,9 Millionen Menschen. Das Bevölkerungswachstum kann sowohl ein Hindernis als auch ein Anreiz für die wirtschaftliche Entwicklung sein. Für das Vereinigte Königreich war es von Nutzen, und der Erfolg der britischen Industrialisierung lässt sich auf die gleichzeitige Zunahme der Bevölkerung und der landwirtschaftlichen Ressourcen zurückführen.
- Die Geburtenrate wurde durch die Förderung von Ehen und eine Verbesserung der Ernährung sowie die Erhöhung der Fruchtbarkeit begünstigt.
- Die Mortalität sank aus zwei Hauptgründen:
- Steigerung der Produktion und neue Transportmittel.
- Fortschritte in der Medizin und Verbesserung der hygienischen Bedingungen (Wäsche und Trinkwasser).
Es fand eine demografische Revolution statt, bei der man von einer Phase der Stagnation zu einer raschen Expansion überging.
Im 19. Jahrhundert sank die Geburtenrate aufgrund sozialer Veränderungen und neuer Einstellungen. Durch das Verbot von Kinderarbeit wurden Kinder in finanzieller Hinsicht zu einer Belastung. Zudem war der Verlust des Einflusses religiöser Überzeugungen, die zuvor die Geburtenrate förderten, ein wichtiger Faktor.
Agrarrevolution
Die Landwirtschaft trug entscheidend zum Erfolg der Industrialisierung bei. Sie wurde im frühen 18. Jahrhundert durch die Enclosure Acts (Einhegungsgesetze) und die Einführung neuer Techniken eingeleitet.
Landbesitz und offene Felder
In England gehörte mehr als die Hälfte des Landes dem niederen Adel, die andere Hälfte dem Hochadel. Ein großer Teil der landwirtschaftlich genutzten Böden Englands war in offene Felder aufgeteilt, deren Nutzung auf natürlichen Produkten basierte.